Gedanken der Zeit
Von
tastifix
Freitag 03.04.2020, 19:18 – geändert Freitag 03.04.2020, 19:24
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tastifix
Freitag 03.04.2020, 19:18 – geändert Freitag 03.04.2020, 19:24
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"Ihr werdet meinem Kommando folgen!“, fordert die Zeit und lenkt Werden und Vergehen der Sterne.
Für Jahrmillionen verändert sich nichts. Die Überwachung des Gestirne ist längst zur langweiligen Routine geworden.
„Ich bin es so allmählich leid, mich selber totzuschlagen!“, seufzt die Zeit.
Dagegen wird sich noch sehr viel ereignen ...
Es bilden sich die Luft und das Wasser als Spender des Lebens. Tierisches Leben entsteht. Die Zeit bestimmt den Tag der Geburt und dirigiert den Ablauf des Lebens bis hin zum Tod.
Immer höher entwickelte Tierarten bevölkern die Erde, bis sich ein Wesen mit Verstand, der Mensch, über alle Anderen erhebt und nach Gutdünken den weiteren Fortgang auf der Erde zu beeinflussen versucht.
Zunächst akzeptiert er in manchen Situationen noch die Geschwindigkeit des Verrinnens der Zeit mit Freude:
„Ich habe noch Zeit!“, sagen sich morgens die Schulkinder und genauso behaupten die Berufstätigen.
„Es ist noch solange hin!“, beruhigen sich Diejenigen, denen unangenehme Termine bevorstehen.
„Hach, wie schön! Ich kann mir die Zeit einteilen und mir einige Stunden der Ruhe gönnen!“, genießen es die Hausfrauen/ -männer.
Doch der moderne Mensch möchte die Zeit zunehmend zu seinem Vorteil überlisten. Hektisch rennt er von einem Termin zum nächsten, um Zeit herauszuschinden und unterzieht sich gar diversen Schönheitsoperationen, um die Zeichen seiner Lebensdauer zu verwischen. Doch stets erweist sich dies als nur ein hilfloser Selbstbetrug. Seiner Zeit entkommt letztendlich niemand.
„Deine Zeit ist gekommen!“, triumphiert die Zeit und geleitet den Menschen ins Grab.