Die Kugel 2 Fortsetzung folgt
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Feierabend-Mitglied
Dienstag 07.05.2019, 00:52
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In den Schatten gekauert wartete Er auf die Rückkehr seines Kollegen Wilogby. Nach ca. 2 Stunden begab er sich schweren Herzens zurück zur Kamera, um die Speicherkarte zu wechseln. Er stutzte. War die Form etwas runder geworden? Er wechselte die Karte und schob die bespielte in sein Tablett.
. Ohne Zweifel waren einige verbeulte Stellen ein klein wenig glatter geworden. Der Vergleich der allerersten Aufnahmen mit der Jetztzeit zeigte es. Es ging wirklich langsam voran. So etwa wie das Wachstum eines Grashalms. Ein weniger geschultes Auge hätte es bestimmt übersehen aber seine Augen, durch unzählige Experimente darauf trainiert auch winzigste Veränderungen zu erfassen hatten es bemerkt. Er schämte und freute sich gleichzeitig. Nun, alle Müdigkeit der mörderischen Wüstensonne mit einem Ruck abschüttelnd rutschte er zu der verknickten Stelle, legte die Hand auf eine Kante und sucht nachzuspüren ob sich etwas bewege.
. Das tat es. Geradezu unheimlich langsam, aber es tat es. Schnell genug um, wenn man danach spürte es zu fühlen. Es ging ruckartig vor sich. Er schätzte die Zeitspanne auf 1 Jahr, bis auch die letzte der Oberflächen Falten verschwunden sein würde. Er irrte sich das erste Mal gründlich. Es dauerte 4 Jahre. Die Humanisten Fraktionen weltweit erklärten die Kugel zu Gott. Da dort Anführer agierten, die zu den besten Demagogen der Welt gehörend, fielen immer mehr Anhänger monotheistischer Religionen der Welt von ihrem Glauben ab, um Dem, nun leibhaftig bewiesenem, vor ihnen liegendem, die Ehre zu erweisen.
. Alle Versuche die Kugel näher zu erkunden waren in der Zeit zum scheitern verurteilt. Die Kugel lag im Sand und nichts konnte ihr etwas anhaben oder sie etwa durchleuchten. Die Oberfläche absorbierte jede bekannte Art von Strahlung mit sagenhaften 99,99999999%. Logischerweise waren Versuche mit Echolot oder Laserstrahlen, mit denen man vor lauter Frust ihr auf den Leib rückte, zum Scheitern verurteilt. Kein Versuch zeigte auch nur den geringsten Erfolg. Sie übertrumpfte den Diamanten bei weitem an Härte, lies sich nicht anschleifen, schon gar nicht kratzen und reagierte auch nicht auf Druck. Bohrhämmer rutschten einfach ab. Einem fixierten Presslufthammer brach der Meißel und die Kugel zeigte nicht den geringsten Kratzer.Irgend so ein Irrer starb bei den Versuch die Kugel mit einer, in einem Tankwagen verpackten und mit einem Lastträger Zep angeflogen, 12 Tonnen TNT Bombe zu knacken. Er wurde in 500 m Entfernung von einem umherfliegenden Gewindebolzen getötet. Die Kugel hatte sich in ihrer Sandkuhle nur unwesentlich gerührt, als ginge sie das Spektakel nichts an. Da keinerlei Kommunikation möglich schien, verkam die Geschichte mit der Zeit zur örtlichen Touristenattraktion, geriet fast schon in Vergessenheit. Auch das Wissenschaftlern aufgefallen war, das sich trotz der immer aus einer Richtung wehenden Winde, im Windschatten nur wenig Sand ansammelte, wurde mit den Worten abgetan, wenn diese außerirdische Tier Sand frisst, dann soll es doch. In der Wüste gibt es genug davon.
. Es vergingen weitere 22 Jahre bis, durch eine Klage gegen einen Reiseveranstalter, herauskam, dass die Kugel eben keine perfekte Kugeloberfläche besaß. Es bildeten sich Beulen. Sie ähnelte nach weiteren 2 Jahren nun einem runden Kugelhaufen. Da dieses aber so lange dauerte und sich sonst nichts tat, war über das „Tier“ nur wenige Tage auf den ersten Seiten der Tagespresse zu lesen.
. Nur ein 11-Jähriger der auf einer Klassenfahrt dort zwischen gelandet war fragte, bekommt die etwa Nachwuchs?