Der Dachdecker, dein Freund und Helfer
Von
tastifix
Mittwoch 17.06.2020, 11:13
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tastifix
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Ausgerechnet am Sonntag gab das eine der beiden Dachfenster den Schraubengeist auf. Eine fehlte. Nach einem kurzen SOS erschien eine Viertelstunde später der Dachdecker, allerdings bis auf einen Schrauberzieher mit keinerlei Werkzeug bewaffnet. Sichtlich beeindruckt stellte er fest:
„So etwas ist noch nie vorgekommen!"
Weil er selbst in der Hosentasche keine vereinsamte, vielleicht irgendwann vergessene Schraube fand, wurde ein neuer Termin vereinbart.
„Ich melde mich morgen vorher telefonisch!"
´Meine Güte, ist der auf Zack!`
Die Bewunderung hätte ich mir sparen sollen, denn worauf ich vergeblich wartete, war der angekündigte Anruf. Als sich zu dem neuen Termin weder ein Handwerker gezeigt und auch der Bimmelapparat sich am Morgen stur ausgeschwiegen hatte, schwieg denn ich gegen Mittag nicht mehr, griff zum Hörer und gab meiner Unzufriedenheit relativ energisch Ausdruck:
„Hören Sie mal: Seit zwei Tagen sitze ich hier. Weder hat ihr Mitarbeiter angerufen noch ist er gestern wie von Ihnen angekündigt bei mir erschienen!"
„Ja, ich schicke heute nach Feierabend jemanden vorbei."
Das ´nach Feierabend` präziser einzugrenzen hielt er anscheinend für unnötig. Ich dagegen erachtete es dagegen für ausgesprochen nötig:
„Wann dann, nach Feierabend!??"
„So zwischen 16.30 bis 17.00 Uhr!"
„Okay!"
Der Mitarbeiter tauchte weder gegen 16.30 Uhr, noch um 17Uhr und auch nicht um 17.45 Uhr auf. Ich platzte und geigte dem Chef jenes Vereines am anderen Ende der Leitung gehörig die Meinung:
„Ich bin es leid. So nicht mit mir!"
„Ja, dann schick ich Ihnen morgen Nachmittag jemanden vorbei!"
„Irrtum! Dann bin ich unterwegs! - Vormittags ginge es!"
„Gut, gegen 8.00 Uhr wird er da sein!"
„Aber pünktlich!!!", schnaubte ich.
Ich bin keinesfalls davon überzeugt, dass der besagte Mitarbeiter (vielleicht aus Versehen dann sogar mit einem Werkzeugkasten) wirklich hier stehen wird. Wenn nicht, wird jene Firma in Zukunft auf meine Aufträge verzichten müssen.