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Angebot und Nachfrage

Von ehemaliges Mitglied 10.01.2021, 17:30

Leserbrief an die
Walsroder Zeitung 10. Januar 2021


"Auf einen harten Klotz gehört ein grober Keil" "Landwirte sind es satt...." "Auf den Punkt" von Rolf Hillmann

Langer Einkauf
"Bei jedem Einkauf im Supermarkt sollte der Verbraucher also ins Grübeln kommen, wenn er Lebensmittel einkauft....", diesen Rat von "Herrn XYZ" hatte ich zwei Stunden später im Kopf, als ich vor dem Regal mit den Haferflocken stand. Warum kostet ein Pfund Haferflocken 49 Cent und nicht mehr wie noch vor 30 Monaten 39 Cent? Hat hier die "enorme Macht" der großen "Lebensmittelunternehmen" versagt? Oder, war da irgendwann mal durch eine Dürre das Angebot an Hafer kleiner als zuvor geworden? Könnte das die beträchtliche Preissteigerung verursacht haben? Als Verbraucher bin ich jedenfalls enttäuscht von Aldi und Lidl, Edeka und Rewe, ich hätte mehr Widerstand gegenüber den Anbietern erwartet! Kann man nichts machen! Grübelnd gehe ich weiter und lande bei der Milch und der Butter. Wieso muss ich ohne jede Vorwarnung an Butterberge denken? Jetzt habe ich auch noch einen Milchsee vor Augen! Diese verdammte Grübelei verlängert nicht nur den Einkauf enorm, sie ist auch anstrengend und ich stehe im Wege, die anderen grübeln einfach nicht genug und wollen schon aus gesundheitlichen Gründen schnell wieder raus aus dem "Laden" sein. In meinem Kopf schwirren so merkwürdige Begriffe wie "Überproduktion", "staatlich garantierte Abnahmepreise" und "Weihnachtsbutter" herum. Vor meinen Augen tauchen jetzt auch noch die vielen großen Kuhställe auf. Warum sind in den letzten Jahren so viele davon neu gebaut worden? Diese Grübelei bringt nichts! Um nicht total überfordert zu sein, gehe ich gar nicht erst zum Fleischangebot. Wird doch alles nur "Mist" von schlechter Qualität sein, was da im Angebot ist, viel zu billig!


Heutzutage ist es ja Mode, "geizige Verbraucher" für Preise verantwortlich zu machen, die die Produktionskosten nicht mehr decken. Oder man macht die enorme Macht der "Lebensmittelunternehmen" dafür verantwortlich. Lokalredakteure haben wohl auch noch nie etwas davon gehört, dass das Verhältnis von Angebot zur Nachfrage Preise am Markt bildet. Eine gewisse Ironie möge man mir verzeihen!

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