Ukraine und Hamburg
Von
Novelle
Samstag 26.02.2022, 22:23
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Aus den Hamburg-Nachrichten v. 24.2.:
"Die Aggression Russlands ist völkerrechtswidrig und ein Wendepunkt für die europäische Friedens- und Sicherheitspolitik. Wir sind erschüttert und empört über das Vorgehen Putins, das von langer Hand vorbereitet erscheint", sagte Tschentscher.(Hamburgs Bürgermeister)
"Hamburg (dpa/lno) - Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine bereitet sich Hamburg auf mögliche Auswirkungen der Kriegsfolgen für die Stadt vor. In der Innenbehörde sei ein Krisenstab eingerichtet worden, da erhebliche wirtschaftliche Folgen, Cyberattacken und Probleme in der Versorgungssicherheit zu befürchten seien, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Donnerstag.
Zudem stelle Hamburg die Vorbereitungen der für April in St. Petersburg geplanten Deutschen Woche ein. Auch seine in diesem Rahmen geplante Reise in die Hamburger Partnerstadt habe er abgesagt.
Die Handelskammer richtete eine Taskforce zur Unterstützung betroffener Hamburger Unternehmen ein. Die Reedereien Maersk und Hapag-Lloyd beschlossen einen Buchungsstop für Seetransporte aus der oder in die Ukraine.
Derweil demonstrierten bei mehreren Kundgebungen mehrere hundert Menschen vor dem russischen Generalkonsulat der Hansestadt gegen den russischen Angriff.
Auf die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg solle der russische Einmarsch in die Ukraine keine Auswirkungen haben, sagte Tschentscher.
Die Bundesregierung habe den osteuropäischen Nachbarn bei der Aufnahme von Flüchtlingen Unterstützung zugesichert. "Hamburg wird sich daran nach Kräften beteiligen."
Nach Angaben der Handelskammer sind 60 Firmen aus der Hansestadt in der Ukraine vertreten, davon 27 mit Auslandsvertretungen, 29 mit Niederlassungen und 4 mit Produktionsstätten. Im Außenhandel der Hansestadt nimmt die Ukraine allerdings eine untergeordnete Rolle ein. Demnach wurden nach zuletzt verfügbaren Jahresdaten 2020 Güter im Wert von 152,1 Millionen Euro aus der Ukraine importiert und Waren im Wert von 41,3 Millionen Euro exportiert. Das entspricht weniger als 0,3 Prozent der Einfuhren und rund 0,1 Prozent der Ausfuhren."