Das Paradoxon des Exklusivitätsanspruchs
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Feierabend-Mitglied
gestern, 19:56
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Warum radikale Religionsansprüche menschengemacht sind
Möchte eine fundamental theologische und
logische Ungereimtheit zur Diskussion stellen,
die mich schon lange umtreibt:
den Alleinvertretungsanspruch vieler Religionen.
Wenn man logisch darüber nachdenkt,
wurde dieser Exklusivitätsanspruch beweisbar im Nachhinein von Menschen hinzugefügt.
Die Begründung dafür liegt auf der Hand: Gott hat sich den verschiedenen Völkern der Erde immer auf eine Art und Weise gezeigt, die genau deren Psyche, Kultur und Mentalität entsprach.
Er sprach in den Bildern, die sie verstehen konnten.
Der Gedanke, Gott hätte den Großteil seiner Kinder im Unwissen und allein gelassen, ist absolut abartig.
Gilt nun aber ein Alleinvertretungsanspruch einer einzigen Religion,
führt das zu einem monströsen Widerspruch: Gott hätte dann bewusst Milliarden Menschen erschaffen,
die rein geografisch und kulturhistorisch überhaupt keine Chance hatten,
jemals die „richtige“ Erlösung zu erringen.
Er hätte sie quasi für die Verdammnis produziert, um sie am Ende für etwas zu bestrafen,
worauf sie keinen Einfluss hatten.
Das ist sadistisch und steht dem Wesen eines absolut liebenden Gottes diametral im Weg!
Ein liebender Schöpfer verhält sich nicht wie ein bürokratischer Tyrann.
Der Alleinvertretungsanspruch bricht unter seiner eigenen moralischen und logischen Last zusammen.
Er ist nichts weiter als ein menschengemachtes Konstrukt,
das nachträglich eingeführt wurde, um Macht zu sichern, Grenzen zu ziehen und
Menschen zu kontrollieren.
Wie seht ihr das?
Ist der Exklusivitätsanspruch nicht im Grunde die größte Gotteslästerung,
weil er Gott klein, parteiisch und ungerecht darstellt?