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Ich bin zweifarbig und was nun?

Von Feierabend-Mitglied Donnerstag 31.05.2018, 09:03 – geändert Dienstag 13.07.2021, 09:11

Der Mai ist so heiß, wie keiner in den letzten Jahren, kein Wunder, dass ich da die so typische Balkonfarbe angenommen habe.
Vorne braun und hinten weiß.
Wäre mein Balkon größer, oder würde ich ihn ganz leer räumen, hätte eine Sonnenliege Platz. Dann wäre ich auch von hinten gebräunt. Natürlich kann ich auch stehend die Sonne auf meiner Kehrseite empfangen, aber was würden die vorbeigehenden Menschen oder die Nachbarn von mir denken, stehe ich stundenlang auf meinen Balkon herum? Außerdem, einfach nur so rumstehen ist so gar nicht mein Ding, dann lieber laufen, aber um richtig laufen zu können, ist der Balkon zu klein. Immer vor und zurück, auf fast einer Stelle laufen? Ein teures Vergnügen beim Auszug, denn bis dahin wären die Fliesen durchgelaufen.

Zuerst habe ich den friedlich schlafenden Hund mitten in der Nacht geweckt und bin mit ihm losgegangen, bis die Sonne aufgestanden ist. Auf dem Heimweg, also Rückweg habe ich mir dann mein Rückteil von der Morgensonne bräunen zu lassen. Die hat aber nicht soviel gebracht, denn ich war immer noch vorne brauner als hinten.
So habe ich versucht, in den frühen Morgenstunden, soweit mit dem Hund zu gehen, dass auf dem Heimweg die wärmer gewordene Mittagssonne mich dann von hinten bräunt. Natürlich sengte mir dann die Mittagssonne den letzten Rest Verstand aus dem Hirn...
Aber das ist ja alles Quark mit Soße, denn nackig durch die Gegend laufen darf man in Deutschland nur in ausgewiesenen Gebieten, und die gibt es leider in meiner Gegend nicht.

Gedanken habe ich mir gemacht, um das Problem der Zweifarbigkeit, die ich auf dem Balkon erhielt, zu lösen.
Ein Drehstuhl und den ohne Lehne, bringt nichts, da die hinteren Oberschenkel auch wieder keine Sonne sehen.
Aber die Idee mit dem Drehstuhl fand ich bemerkenswert. Die brachte mich auf einen kleinen Betonmischer. Man müsste quasi die Trommel abmontieren und einen Sitz bestehend aus einer Hühnerstange mit Sicherheitsgurten darauf montieren. Dieser Mischer macht rotierende Drehungen, bei denen ich von allen Seiten braun werden würde.
Ein Spanferkelgrill mit Motor für Menschen.
Meine Nachbarn würden das bestimmt sehr interessant finden, vielleicht auch den Kopf schütteln und den Notarzt rufen, und der würde mich einweisen, in die Klapsmühle. Fraglich ob ich dort brauner werde, als ich jetzt schon bin, zwischen all den weißen Laken.
Eine Möglichkeit gäbe es noch, wenn es ein Einkaufsnetz gäbe, das mehr als 65 Kilo trägt, quasi ein Raumsparmodell einer Hängematte. Durch dieses Netz kämen auch Sonnenstrahlen an die Unterseite meines „Rücksitzes“.
Dann wäre noch die Verspiegelung des Balkons. Die würde sich aber nur lohnen, wenn ich auch Yoga könnte, aber da hapert es mit dem Kopfstand, also spare ich mir mein Geld.
Vielleicht, wenn ich genug Geld zusammen gespart habe, vielleicht könnte ich dann an eine Vergrößerung des Balkons denken, damit auch eine Liege darauf Platz hat.

(Ich glaube, die Sonne war doch zu stark in den letzten Tagen, also bitte diesen Eintrag nicht ganz ernst nehmen).

©Monika Koch

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