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Man muß sich nur zu helfen wissen

Von ehemaliges Mitglied Donnerstag 07.11.2019, 13:22 – geändert Donnerstag 07.11.2019, 18:22

Für die Fahrt nach Bodhgaya hatte ich eine Taxe gewählt. Das Fahrzeug war alt, dafür war der Fahrer jung. Es ging über mit bunten überladenen Lastkraftwagen und umher wandernden Kühen durch eine eher ausgedorrte Landschaft. Nach einer nicht langen Strecke hielt der Fahrer an, stieg aus und machte sich unter der Motorhaube zu schaffen. Danach stieg er wieder ein, lächelte und fuhr weiter, indem ich mich in einer Beschreibung des Tempels in Bodhgaya vertiefte.

Eine Weile verging bis sich die Prozedur das Fahrers wiederholte.. Also stieg ich aus um nachzuschauen. Was ich zu sehen bekam waren die Beine des Fahrers, die unter dem Auto hervorlugten. Er kroch hervor, zog einen flachen offenen Behälter, der an eine Kinderbadewanne aus Plastik erinnerte, mit sich, der mit Öl zum Teil gefüllt war. Er öffnete die Motorhaube, drehte den Öleinfüllstutzen am Motor auf und schüttete das Öl hinein. Er erklärte, daß der Motor ständig Öl verlöre, und auf diese Weise der Schwund beherrschbar würde. Der Behälter wurde wieder befestigt und weiter ging die Fahrt. Die Vorgehensweise fand bis zum Ziel mehrfach statt, was mich überhaupt nicht störte, denn immerhin war es eine wenn auch sonderbare Art von Recycling und verhindert wurde, daß Öl auf die Straße tropfte. Außerdem wurde ich wegen meiner Geduld im Tempel mit einem roten Punkt auf der Stirn belohnt...

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