Die Zeit vor allen Lebens
Von
tastifix
Donnerstag 24.10.2019, 10:39
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tastifix
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Stille ist für kein Wesen auf Dauer zu ertragen. Es braucht Laute aus der Natur, so dass es sich selbst im Dunkeln als ein Teil des ihn umgebenden Lebens empfinden kann.
Vor Jahrmilliarden Jahren jedoch störte nichts eine für uns unvorstellbare Lautlosigkeit. Keine Gestirne füllten die Weite des Alls. Dennoch zeigte das Universum kein sinnloses Vakuum.
Winzige Gasatome verschiedenener Beschaffenheit wirbelten eingehüllt in Nebenschleiern durch die geheimnisvolle Dunkelheit. Jedes Teilchen für sich, und doch eingebunden in eine Art Gemeinschaft, folgten in ihrer Bewegung dem Urgesetz, das alles dirigierte. Nichts innerhalb der Ursuppe ließ darauf schließen, dass sich je etwas daran ändern würde. Oder, doch??
Millionen Jahre später begab sich etwas. Die umher treibenden Urteilchen fügten sich zunächst nur in Krümeln, dann zu Klümpchen und großen Klumpen mit einem heißen flüssigen Kern zusammen. Es bildeten sich Kugeln verschiedener Größe. Es entstand ein Sternenmeer aus Aberbillionen von Sternen. Während jener Entwicklungsphase kam es im Universum zu einer strengen Ordnung, an die sämtliche Himmelskörper gebunden waren. Eine Anhäufung von Sonnen schickten je nach Größe schwächere oder auch gleißend helle Strahlen weit umher schickten. Die mächtigsten zwangen mit ihrer enormen Anziehungskraft kleinere Sterne in ihrer Nachbarschaft, auf Ellipsen ähnlichen Bahnen um sie zu kreisen. So entstanden unvorstellbar viele Sonnensysteme. Die Planeten wanderten um ihre Sonne und drehten sich dabei auch um ihre eigene Achse, so daß immer nur eine Kugelhälfte beschienen wurde. So entstanden Tag und Nacht!
Nicht allein diese größten der Sonnen konnten Veränderungen im Ursystem bewirken. Auch die kleineren Planeten banden Gasatome unterschiedlicher Art an sich. Es bedeutete den gewaltigsten Umbruch in der Geschichte Universums. In einem bestimmten Sonnensystem band der Planet, der seiner Sonne am drittnächsten stand, Wasserstoff- und Sauerstoffatome an sich. Jenem Planeten, unserer Erde, standen noch wesentliche Umwälzungen bevor. Im Laufe von Jahrmillionen schlossen sich die Gaspartikel zu Molekülen zusammen und es bildete sich das Element „Wasser“. Aus der Verbindung noch frei wirbelnder Sauerstoffteilchen mit Stickstoffatomen entstand das zweite Element „Luft“.
Ständig mehr Wassermoleküle ketteten sich aneinander. Zusätzlich sausten Eisbomben aus der restlichen Ursuppe auf die Erdoberfläche. Dort herrschte noch Hitze vor, das Eis schmolz und kondensierte zu Wsserdampf, der dann als erster Regen zu Boden fiel. Die Pfützen wurden zu Seen, die sich im Laufe der Zeit zu riesigen Urmeeren vereinigten. Doch auch davon abgesehen unterlag nun, verursacht durch Ausbrüche unterirdischer Vulkane, ihre Oberfläche einer ständigen Wandlung. Es bildeten sich Berge und Täler. Die immer neu nach oben geschleuderten Steinmassen zertrümmerten bereits bestehende Gebirge oder formten sie um, so dass das Bild der Kontinente dauernd wechselte. Zudem baute sich um die Erde eine konstante, 8ooo km hohe Luftschicht auf, sie wie ein Mantel umhüllend. Warum waren ausgerechnet „Wasser“ und „Luft“ ausschlaggebend für die nachfolgende, weitere Entwicklung? Ohne sie wäre nicht das eingetreten, was sich bereits in minimalen Schritten anbahnte. Noch zeigte sich allein eine wilde Kraterlandschaft. Da waren nur das Wasser und der tote Fels!!