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die Geschichte vom schwarzen Buben

Von Luiserl Samstag 15.05.2021, 08:19


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ein Spiegel-Sonett

die Geschichte vom schwarzen Buben

Ein Knabe ging spazieren vor dem Tor,
so fängt die Sage an vom Struwwelpeter.
Es ging dabei nicht ohne groß Gezeter;
denn dieses Knäblein war ein junger Mohr.

Nun war der Knabe auch noch Sonn'anbeter,
so etwas kommt ja nicht so häufig vor -
schon eher, dass er singt im Knabenchor,
vielleicht auch, dass er wäre ein Trompeter.

Als Sonn'anbeter braucht man einen Schirm;
denn zuviel Sonne tut nicht gut auf Dauer,
und so ein Schirm, der schützet das Gehirn;
doch böse Buben lagen auf der Lauer.

Die schrien und lachten über diesen Mohren;
doch dieser Mohr, der war wohl hochgeboren.

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Wohl dem, der unterm guten Stern geboren,
Sankt Niklas selbst, er half nun diesem Mohren.

er lag mit seinem Tintenfass auf Lauer;
man weiß ja, Niklas hat ein gut Gehirn,
das ist auf zack und dies auf lange Dauer,
fing diese Knaben nun mit einem Schirm.

Es blies dazu ein himmlischer Trompeter -
es sang so lieblich schön ein Knabenchor
als er sich nahm die bösen Knaben vor;
steckt sie ins Tintenfass, nein, nicht die Beter.

Nun sind die Buben schwärzer als der Mohr,
zu Hause gibt es sicher ein Gezeter -
so sind Geschichten bei dem Struwwelpeter,
es ist zwar Nonsens , bin ich nun der Tor?

© Luzie-Rudde

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