UND DIE ZEIT VERRINNT
Von
egalis
Samstag 11.05.2024, 09:39 – geändert Samstag 11.05.2024, 09:40
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egalis
Samstag 11.05.2024, 09:39 – geändert Samstag 11.05.2024, 09:40
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Es waren zwei Königskinder – vor sehr langer Zeit.
Sie kamen nicht zueinander, der Weg war viel zu weit.
Sie haben sich Briefe geschrieben,
gelobten sich ewiges Lieben,
waren zu mehr auch bereit.
Wussten nicht, wie das beginnen
und ließen die Jahre verrinnen.
Doch endlich wollte er kommen,
ist einfach losgeschwommen,
denn zwischen ihnen lag die See.
Derweil wartete sie auf dem Fels,
in luftiger, sonniger Höh.
Sah mit Schrecken den riesigen Wels.
Der hat den Prinzen verschlungen.
Trauerlieder wurden gesungen,
verhüllt sich in schwarzen Pelz.
Das ist eine der alten Geschichten
und doch immer noch aktuell.
Auch heute noch kann man berichten:
Zueinanderkommen – das klappt nicht so schnell.
Da trennen Zwei, die sich mögen,
der Kilometer gar viele.
Die Entfernung ist kein Segen.
So kommen sie nie zum Ziele.
Er muss zwar nicht durch Wasser, das tiefe,
zwischen ihnen tobt keine See.
Einen Fluss nur oder auch zwee
könnte er überwinden,
wenn er den Fährmann riefe
und so dann zu ihr finden.
Aber wie schon bei den Königskinden
das Schicksal seine Späße treibt
und wirre Fäden spinnt.
Beiden die Sehnsucht bleibt
und die Zeit verrinnt...
©ELBONDO