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ODE AN DEN FRÜHLING

Von egalis Montag 03.05.2021, 12:42


Ein Rundgang durch den Garten
es mir deutlich zeigt:
Wir müssen nicht länger warten,
der Frühling ist uns geneigt!

Unaufhaltsam sprießt das Gras
und in der Eiche – so zum Spaß –
schaut ein Star in Rotschwänzchens Nest,
das zeternd seinen Hort verlässt,
den ungebetnen Gast zu vertreiben.

Und in den Fensterscheiben
blinkert der Sonnenschein.
Unterm Giebel ziehen Schwalben ein,
die schwätzend den Mai begrüßen.

Ich atme den Duft, den süßen,
der von blühenden Büschen herüber weht.
Hoch am blauen Himmel,
fern vom Weltgetümmel,
ein Bussard seine Kreise zieht.

Hinterm Haus
auf grünender Weide,
ruht – zu meiner Freude –
ein Schwan sich aus.
Glättet das Gefieder,
streckt die Beine von sich,
dann fliegt er wieder.
Gute Reise wünsch ich!

Das Kätzchen wohlig schnurrt
auf sonniger Fensterbanke.
Die Taube wird vom Tauberich umgurrt,
ein Käfer klettert auf die Ranke.

Da leuchten die Tulpen, die gelben,
blühen duftend Hyazinthen. Dieselben,
die auch in den letzten Jahren
schon meine Augenweide waren.

Stiefmütterchen nicken im Winde
und Häschen hoppeln geschwinde
vom Rasen in die Ackerfurche.

Erwacht vom Winterschlaf sind Lurche.
Gebt acht, der Storch wird euch noch holen!
Munter springt das braune Fohlen.

Die Veilchen blühen.
Pfingsten ist nah.
Tautropfen funkelnd sprühen.
DER LENZ IST DA!!

©ElkeBontjerDobertin

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