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Die Amsel sang

Von Fiddigeigei Mittwoch 21.02.2024, 10:47

Wie hätte es anders sein sollen?

2 Tage voller Sonnenschein ein Wochenende mit ohne Ende Sonne und dann heute morgen, wie beschriebs mir eine Dame aus dem Schwabenländle noch,
„Ich sehe nichts als eine graue Mauer“.
Da bleibt einem doch keine andere Möglichkeit als sich bärenmässig aufzuregen.
Bereits am Samstag umflatterten uns blaue Bänder und gaben uns alle Hoffnung zurück.
Er hats geschafft, sangen Vögel und Blumen gemeinsam,
„Der Frühling ists und nicht der Winter“
Mein Spaten blitzte in der Sonne und Schlüsselblüme gruben sich wie Maulwürfe aus dem dunklen Erdreich hinauf in die Sonne.
Unseren Südländer, einer Olive und einem Lorbeerbäumle wurde es zu warm unter dem Anorak und standen plötzlich so da, wie sie Gott geschaffen hatte in ihrem immergrünen luftigen Kleidchen.
Mittags trieb es uns hinaus. Weiter hinab ins Tal. Wir wollten nach allerhand Frühlingsboten Ausschau halten.
Aber das Angebot war nicht so reichlich wie wir erwartet hatten. Zu lange hatten die Kälte und der Grautag ihre Aufgabe ,uns zu erfreuen zu Nichte (nicht zur Nichte) gemacht.
Trotzdem fanden wir gelb strahlende Sumpfdotterblumen und scharfe Brunnenkresse im Bach. Die Schwertlilien hielten sich dagegen noch ganz verschlossen. Einzelne, von ihrer Gruppe zurückgelassene verzweifelte Märzenbecher entdeckten wir traurig zwischen braunen Blättern stehent.
Wie wir aus dem Waldstück heraustraten in die Sonne, sahen wir unseren Hausberg, der noch ein weißes trotziges Häubchen aus Schnee auf hatte.
Am Sonntag dann, waren wir früh auf den Beinen. Wir schmissen unser Kärchle (Auto) an, welches freudig sofort ansprang um auch an die lang vermisste Sonne zu gelangen.
Das Ziel war ein Auwald am Rhein gelegen.
Da ging es vielleicht schon lustig zu. Ein komplettes Symphonieorchester empfing uns und es war schwer selbst für erfahrene Waldläufer die einzelnen Instrumente zu lokalisieren, die sich zum großen Teil in den hohen Buchen und Eichen versteckten.
Nur die Trommler flogen zwischen dem Orchester herum um den Takt vorzugeben.
Die Kamera klickte am laufenden Bande .
Der Dirigent ein erfahrener, weiser Silberreiher saß etwas abseits und gab den Ton an.
Auf dem Waldboten wurde ganz junger und frischer Bärlauch angeboten und dazwischen fanden sich die seltenen Blauglöckchen ( Wilde Hyazinthenart), von denen 2 trotz des Naturschutzes zum Mittagsessen auf dem Tisch bimmeln durften.
Zum Abschluss waren wir noch in der Entbindungsstation einer vorsorglich vor sich hinbrütenten Schwanenmama, der wir viel Glück und Geduld wünschten.

Dem Carlos einfach so zugeflogen, morgens als die Amsel vor seinem Schlafzimmer sang!

Die Amsel sang

Die Amsel auf dem Baume sang,
sie sang von Liebesleid und Weh,
sie sang vom kalten Winter und vom Schnee.

Da plötzlich entströmt der Amsel Brust,
ein Lied von Liebe und von Lebenslust,
sie sang vom Frühling, vergass dabei des Winters Frust.

Sie träumt auf ihrem hohen Ast,
von einem Amsel Mägdelein,
in einem hübschen Federkleid.

Sie sang von einem Liebesnest,
in dem sich herrlich kuscheln lässt.
Sie sang von unendlicher Glückseligkeit.

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