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Vom Krieg (… also sprach Heraklit)

Von ehemaliges Mitglied Mittwoch 06.04.2022, 10:42



Der Krieg als aller Dinge Vater?
Als Auftrag das nur der versteht,
der skrupellos auf Terra Mater
im Ernstfall über Leichen geht.
Wird Heraklit nur halb zitiert,
bleibt dieser Satz oft unverstanden.
Wodurch er seinen Sinn verliert
und seine Botschaft kommt abhanden.

Krieg ist der Vater von Gewalt!
Der Tod - DAS ist des Krieges Kind!
Diese Erkenntnis ist zwar alt,
doch immer noch sind viele blind!
Oder vielleicht sind sie auch sehend,
denken an Macht nur und Profit.
Die Opfer - in Milliarden gehend -
zählen sie einfach nicht mehr mit!

Gevatter Krieg liebt Kindermord!
Es werden neue ja geboren!
Er tötet sie wie im Akkord,
bedenkenlos und unverfroren!
Sein blutgetränktes Schlaflied tönt -
Refrain von Bomben und Granaten,
wenn seiner Leidenschaft er frönt -
der Vater aller Greueltaten!

Der Krieg macht Städte zu Skeletten,
die auf der Opfer Seelen stehen!
Wozu? Um wen vor was zu retten?
Ein Krieg will stets den nächsten säen!
Die Opfer fegt brutal er fort,
was Helden sind, bestimmt nur er.
Zur falschen Zeit am falschen Ort?
Nach denen fragt bald keiner mehr!

Wir wissen das und zur Genüge:
Es ist nichts Gutes dran am Krieg!
Als Lösung ist er eine Lüge,
denn es gibt weder Feind noch Sieg!
Der Mensch kann nicht im Frieden leben?
Ich hab‘ ihn manchmal im Verdacht!
Drum wird es immer Kriege geben -
nicht gottgewollt - nein, menschgemacht.

© bpunktmpunkt

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