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Morgentau und Altersglut

Von tarena Freitag 19.07.2019, 13:15

Morgens, wenn der Tag noch lind und lau,
im Frauenmantel der Morgentau,
die Amseln auf der Wiese hüpfen,
die Schmetterlinge aus den Larven schlüpfen,
erwacht mein Gemüt mit frohem Sinn
und alle Albträume fliehen dahin.
Nachtkerzen stellen ihr Leuchten ein,
dafür der Sonnenhut in vollem Schein,
die Zinnien in bunter Farbenpracht,
das ist die Stunde, da mein Herze lacht.
Dann hüpfe und tanze ich auf der Wiese
und fühle mich jung wie die Luise,
für die Beethoven schrieb ein Liebeslied.
Ich strecke und weite jedes Glied,
um fit zu bleiben und nicht alt.
Der Lebensfortschritt leider macht nicht halt.
So spüre ich und werde eingedenk,
dass schon schmerzt das Gehgelenk.
Und ich versinke in alte Träume,
wo ich in Gedanken ausriss Bäume
und mich packte Liebesglut
die mich manchmal noch heimsuchen tut.
Doch wie reagiere ich auf solche Schreiben,
ich sollte es noch mal munter treiben
wie die Bienen und Schmetterlinge
und so manche andre Dinge.
Soll ich es lieber bleiben lassen
oder den Mut noch einmal fassen,
mich begeben in Liebesfreuden
oder will ich es lieber meiden?
Das ist jetzt die große Frage,
ob ich das noch will oder einfach sage.
Mein Leben war meist bunt und schön.
Es ist gut so. Auf Wiedersehn.

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