Ein Traum
Von ehemaliges Mitglied Dienstag 31.10.2023, 07:41
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Um mich der Wind… . ich spüre ihn in mir.
Er wirkt auf mich, wie der Strom der Gezeiten,
wie der Mond, den ich auch in mir spüre.
Dann bin ich der Wind. Ich bin es, der über alles liebkosend weht,
der Bewegung und Berührung bringt,
um dann weiter und weiter zu wehen, es ist ohne Bedeutung.
Mir begegnet eine Rose.
Ich nehme sie in mich auf und wiege sie ganz behutsam.
Sie gibt sich mir hin und schon entschwinde ich mit ihrem Duft,
wissend, es ist ihr gleich. Sie duftet weiter, bis sie stirbt.
Ich bin der Wind! Ich fühle mich deutlich - unendlich weit - frei!
Da ist ein Baum. Ich werde zum Sturm und reiße an seinen Ästen.
Ich spüre sein Spötteln, auch er gibt sich mir hin, ohne Widerstand.
Er ist stark und ich tobe mich aus.
Nun bin ich der Baum. Ich spüre meine Äste und meine Wurzeln.
Ich spüre den Sturm, der meine Äste und mich bewegt.
Er hilft mir die Stärke meiner Wurzeln zu erkennen und ich bin ihm dankbar.
Ich beuge mich zur Erde und verneige mich gern vor ihm.
Wahrhaftig, ich lächle - ich atme - ich bin ein Baum!
Dann werde ich wieder zum Wind.
Ich fliege zum Meer bis an seine Strände.
Ich sehe das Wasser, die Wellen - sie spielen. Sie sind wie die Kinder.
Auch sie kann ich streicheln und spüren.
Ich fahr durch sie durch um sie zu trennen, und sehe wie sie sich finden.
Jetzt bin ich es, die da fließt. Ich bin Wasser und Welle,
ich komme und gehe, der Wind ist um mich.
Ich freu mich an ihm, doch ich brauche ihn nicht. Ich bin Wasser!
Ich dehne mich aus, um mich dann zu sammeln, zu kugeln,
zu rollen und mich zu entspannen, um wieder zu kommen im ewigen Lauf.
Der Wind ist wohl da, ich spiele mit ihm, um mich dann zu trennen,
es ist mir egal.
Ich bin wieder Wind, besuche die Menschen.
Flieg auf sie zu, um auch sie zu liebkosen, zu streicheln.
Um sie zu bewegen wie Rose, Baum oder Welle. Sie bemerken mich nicht...
Ich bin ganz behutsam und berühre sie nur mit einem Windhauch - ganz sanft.
Nichts!
Ich bin unermüdlich in meiner Berührung und dann bin ich traurig,
sie spüren mich nicht.
Da flieg ich weiter zu Rose, Baum und den Wellen.
Es ist nicht von Bedeutung!
Ich bin der Wind und vieles mehr und jetzt muss ich lächeln,
…ich öffne meine Augen und lächle immer noch!
Text und Bild
Gabriele (Mali25)