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Der Heiratsantrag

Von Luiserl Samstag 26.01.2019, 08:48 – geändert Samstag 26.01.2019, 08:49

www.zeno.org /nid/20000710032
Lizenz:.Gemeinfrei

Der Heiratsantrag

Er war des Alleinseins müde,
suchte nun ein trautes Plätzchen;
ebenso ein liebes Schätzchen,
welches wär nicht allzu prüde;
so macht er sich auf die Suche,
hofft, dass er Erfolg verbuche.

In so mehreren Offerten,
die im Heimatblättchen standen,
einige sich wohl befanden,
die sehr nach der Liebe zehrten.
Hoffnungsvoll schrieb er ein Briefchen
an das angedachte Liebchen.

Tages drauf kam schon die Antwort:
"Ich erwarte Sie zum Tee;
in dem Schlößchen gleich am See,
denn dort ist mein Lieblingsort."
Hocherfreut im "Spitz bleib hinter" (schwarzer Frack)
tanzt er an, es ward grad Winter.

Damenhaft, wie Pompadour,
mit zwei Pudeln und zwei Spitzen,
die um Auserwählter flitzen,
nahm sie ihn in ihre Kur.
"Komm, leg Stöckchen und Zylinder
ab, wir sind doch keine Kinder."

Da er ist sehr gut erzogen-
wagt er nicht zu protestieren,
will sich lieber protegieren,
denn er ist ihr sehr gewogen -
möcht sie gern für sich gewinnen
und gemeinsam mit ihr minnen.

Ob aus beiden wird ein Paar,
das weiß ich nicht zu berichten,
werds mir so zusammen dichten......
nicht gelogen... vielleicht wahr?

© (Luzie-Rudde )

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