An die Zeit
Von ehemaliges Mitglied Donnerstag 07.05.2020, 00:21
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An die Zeit
Zeit, du heilst nicht alle Wunden,
rieselst durch ein Leben viel zu schnell,
du bist nicht fassbar, kaum gewonnen
schon zerrinnst du, in den Tagen trüb und hell.
Rafftest dahin die Tage mancher Jugend,
verschwenderisch genossen Jahr um Jahr,
in Raum und Form im steten Wandel,
in deinem Geist, Zeit, war'n sie wunderbar.
Mit dir, du Zeit, ist mancher Rat gekommen,
du bist zeitweilig uns ein guter Freund,
doch oft bist du uns doch davon geschwommen,
und hinterließest Tränen und auch Leid.
Doch keiner weiß, wie lang du dauerst,
wie lange noch die Weile währt,
bis du dann abläufst und uns segnest
und übergibst, dem Himmel und der Erd'.
So ist es recht, Zeit, heute dir zu danken,
du hast gebunden uns und frei dich uns geschenkt,
du setztest manchmal uns auch manche Schranken,
und hast auf's Beste alles doch gelenkt.