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Zweierlei Maß,, na dann Prost

Von Harvey11 Freitag 17.03.2023, 11:30

Nur ein kleiner Auszug aus einem Interview der FR mit Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des ECCHR.
„Es wird noch zu oft mit zweierlei Maß gemessen. Wir waren am großen Prozess vor dem Oberlandgericht in Koblenz gegen zwei syrische Folterer beteiligt, in dem letztlich das Assad-Regime als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft wurde. Es ist gut und richtig, dass von der Bundesanwaltschaft akkurat ermittelt und dann vor Gericht verhandelt wurde. Aber natürlich müssen die Prinzipien und Standards, die dort entwickelt wurden, auch auf andere angewandt werden. Und zwar nicht nur auf die jeweiligen Feinde, sondern auch auf diejenigen, die beispielsweise vor 20 Jahren einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg im Irak begonnen haben; und auch dann im Irak Zehntausende Menschen gefoltert haben, von denen etliche zu Tode kamen: Das waren Deutschlands Verbündete, die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich Großbritannien. So richtig es ist, die russischen Kriegsverbrecher jetzt vor Gericht zu stellen, so hart muss man auch daran erinnern, dass manchmal das Recht auch gegen die eignen Interessen und Bündnispartner durchgesetzt werden muss, um tatsächlich eine völkerrechtsgeleitete Weltordnung zu erreichen. Es ist traurig, dass das nicht passiert ist.“
Hier will man ja auch davon nicht viel wissen. Scheint aber verständlich sein. Jeder Zirkus hält sich seine Pausenclowns. Und die dürfen mich jetzt wieder Putinversteher, oder noch schöner Putinfreund nennen. Es bleibt ja für mich nicht sichtbar. Der Artikel ist übrigens überschrieben mit „Es wird noch zu oft mit zweierlei Maß gemessen.“
Stimmt genau.

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