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Zwei Seiten der Medaille

Von Feierabend-Mitglied Samstag 06.09.2025, 13:35

Die Elektroautos sind gut für die Umwelt, bringen dem Staat aber nicht laufend Mineralölsteuer ein und die hybriden Fahrzeuge nur wenig. Deshalb führte Hawaii 2023 als erster Bundesstaat der USA eine verpflichtende "Road Usage Charge" ein. Dort zahlen Elektroautofahrer wahlweise pro gefahrenem Kilometer oder eine pauschale Jahresgebühr anstatt der Mineralölsteuer.

Nun wird im US-Bundesstaat Oregon über eine solche Regelung diskutiert, wegen eines Milliardenlochs im Straßenbauetat. Es soll eine verpflichtende Kilometergebühr für Elektro- und Hybridautos Abhilfe schaffen.

Ob das in Oregon umgesetzt wird ist noch fraglich, da es Streit darüber gibt. In Umfragen der Verkehrsbehörde äussern viele Bürger Bedenken wegen der Kilometer-Abrechnung. Vorbehalte gibt es auch hinsichtlich Datenschutz und Überwachung, auch wenn die Behörden Oregons versprechen, Fahrdaten nach spätestens 30 Tagen zu löschen. Und Verbraucherschützer warnen davor, die Anschaffung von Elektro- und Hybridfahrzeugen durch zusätzliche Kosten unattraktiv zu machen.

Das Thema geht über Oregon hinaus. Nicht nur zahlreiche US-Bundesstaaten beschäftigen sich mit ähnlichen Konzepten, auch in Europa wächst die Diskussion über alternative Finanzierungsmodelle für die Verkehrsinfrastruktur. da bislang ein gerechter Ausgleich für entfallende Steuereinnahmen fehlt. Es geht um die Balance zwischen Klimaschutz, Fairness und Infrastrukturfinanzierung.

Es ist also ein Thema das mit dem Zuwachs an Hybrid- und Elektrofahrzeugen irgendwann auch in Europa aktuell werden könnte.

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