Strategiepapier der Grünen
Zurück an die Fleischtöpfe
Hessen: Fraktionsspitze der Grünen bereitet mit Strategiepapier offenbar Rolle als Steigbügelhalter der CDU vor. Parteiinternes Ringen um Mandat
In Hessen haben Bündnis 90/Die Grünen es offenbar sehr eilig, an die Fleischtöpfe der Macht zurückzukehren. So jedenfalls lässt sich ein vertrauliches Strategiepapier von Mathias Wagner, Fraktionschef der Grünen im hessischen Landtag, interpretieren, aus dem die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Donnerstag abend zitierte. Obwohl die Landtagswahl noch drei Jahre hin ist, legt Wagner sich in dem zehnseitigen Papier schon jetzt darauf fest, dass seine Partei wieder – wie schon von 2013 bis 2023 – Juniorpartner in einer Koalition mit der CDU werden wolle. Seit 2023 regiert die Union in einer Koalition mit der SPD unter dem Ministerpräsidenten Boris Rhein.
Wenn CDU und SPD bei der Wahl im Herbst 2028 erneut eine stabile Mehrheit bekämen, spekuliert Wagner in seiner Analyse laut FAZ, dann spreche erst einmal viel für eine Fortsetzung von »Schwarz-Rot«. Sollte dies aber nicht der Fall sein, sei »Schwarz-Grün« die wahrscheinlichste Konstellation. Der Grünen-Politiker lässt kein gutes Haar an den Sozialdemokraten. Hessen habe »eine CDU-Alleinregierung«, schreibt er, denn die SPD gebe es »eigentlich in der Koalition nicht«. Je konservativer und selbstgefälliger die CDU werde, um so mehr Menschen wollten, dass sie in einer Koalition »ein wirkungsvolles Korrektiv« habe, so Wagner: »Und da haben wir zehn Jahre gezeigt, dass wir das sind.«
Ein wirkungsvolles Korrektiv? Das waren die Grünen in Hessen nicht. Im Gegenteil. De wurden gelobt, dass in Hessen Schwarz/Grün so geräuschlos funktionierte. Und das mit einer CDU, die von Dregger zur schwärzesten im Land gemacht worden ist.
Darum war man ja ach so entsetzt, dass sich Bois Rhein für die SPD als Partner entschied. Aber die war dafür sehr dankbar und zeigt das auch.
Die Grünen in Hessen wurden selbstbewusster und sowas konnte Rhein an seiner Seite nicht ertragen.
Warten wir es in Hessen ab. Nach derzeitigen Umfragen könnte es weder für CDU/SPD noch für CDU/Grüne reichen. Übrig blieben nur noch die Linke und die AfD. Einer von denen müsste dazu. Oder gar CDU/SPD/Grüne?
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Hessen: Fraktionsspitze der Grünen bereitet mit Strategiepapier offenbar Rolle als Steigbügelhalter der CDU vor. Parteiinternes Ringen um Mandat
In Hessen haben Bündnis 90/Die Grünen es offenbar sehr eilig, an die Fleischtöpfe der Macht zurückzukehren. So jedenfalls lässt sich ein vertrauliches Strategiepapier von Mathias Wagner, Fraktionschef der Grünen im hessischen Landtag, interpretieren, aus dem die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Donnerstag abend zitierte. Obwohl die Landtagswahl noch drei Jahre hin ist, legt Wagner sich in dem zehnseitigen Papier schon jetzt darauf fest, dass seine Partei wieder – wie schon von 2013 bis 2023 – Juniorpartner in einer Koalition mit der CDU werden wolle. Seit 2023 regiert die Union in einer Koalition mit der SPD unter dem Ministerpräsidenten Boris Rhein.
Wenn CDU und SPD bei der Wahl im Herbst 2028 erneut eine stabile Mehrheit bekämen, spekuliert Wagner in seiner Analyse laut FAZ, dann spreche erst einmal viel für eine Fortsetzung von »Schwarz-Rot«. Sollte dies aber nicht der Fall sein, sei »Schwarz-Grün« die wahrscheinlichste Konstellation. Der Grünen-Politiker lässt kein gutes Haar an den Sozialdemokraten. Hessen habe »eine CDU-Alleinregierung«, schreibt er, denn die SPD gebe es »eigentlich in der Koalition nicht«. Je konservativer und selbstgefälliger die CDU werde, um so mehr Menschen wollten, dass sie in einer Koalition »ein wirkungsvolles Korrektiv« habe, so Wagner: »Und da haben wir zehn Jahre gezeigt, dass wir das sind.«
Ein wirkungsvolles Korrektiv? Das waren die Grünen in Hessen nicht. Im Gegenteil. De wurden gelobt, dass in Hessen Schwarz/Grün so geräuschlos funktionierte. Und das mit einer CDU, die von Dregger zur schwärzesten im Land gemacht worden ist.
Darum war man ja ach so entsetzt, dass sich Bois Rhein für die SPD als Partner entschied. Aber die war dafür sehr dankbar und zeigt das auch.
Die Grünen in Hessen wurden selbstbewusster und sowas konnte Rhein an seiner Seite nicht ertragen.
Warten wir es in Hessen ab. Nach derzeitigen Umfragen könnte es weder für CDU/SPD noch für CDU/Grüne reichen. Übrig blieben nur noch die Linke und die AfD. Einer von denen müsste dazu. Oder gar CDU/SPD/Grüne?
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