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Zuckerbergs Gewissen

Von Harvey11 Donnerstag 09.01.2025, 15:03

Meta stellt Fact-Checking ein.
Von Groucho jedenfalls stammt das schöne Wort: »Das sind meine Prinzipien. Wenn Sie Ihnen nicht gefallen, ich habe auch noch andere.« 2013 schon hatte Zuckerberg, der es mit der Privatsphäre seiner Nutzer nicht allzu genau nimmt, seiner eigenen Privatsphäre zuliebe vier Grundstücke gekauft, die sein Anwesen im kalifornischen Palo Alto umgeben. Nun hat der Vorkämpfer gegen Fake News einen weiteren U-Turn hingelegt. Sein Konzern Meta will bei der Verbreitung von Lügen künftig weniger eingreifen. In einem Beitrag auf Facebook sprach er von einer »Zensur«, die zu weit gegangen sei. Die Kooperation mit Faktencheckdiensten werde beendet.

So langsam soll die Lüge an die Stelle der Wahrheit rücken.
Wenn schon Sender, Einrichtungen wie das Fratzenbuch in den Händen sind, die auch noch Politiker und Parteien finanziell fördern, dann soll sich das auch irgendwie lohnen. Man ist ja nicht die Wohlfahrt. Für die hat man doch nur Verachtung übrig.
In den USA vollzieht sich gerade eine massive Veränderung, deren
Auswirkungen weder absehbar noch verstanden sind. Die Macht von Trump ist bereits vor seiner Inthronisierung so massiv, dass sich die mächtigsten Unternehmer in den USA um ihn gruppieren. Das Ziel ist eine veränderte Gesellschaft, in der die Lüge an die Stelle der Wahrheit tritt.
Es ist erst wenige Tage her, da schmiss die Pulitzer-Preisträgerin Ann Telnaes bei der „Washington Post“ ihren Job hin. Die Redaktion hatte die Veröffentlichung einer Karikatur verhindert, auf der führende Köpfe der Tech-Branche (auch Mickey Mouse ist zu erkennen) einen Kniefall vor Donald Trump machen – alle halten dem künftigen starken Mann im Land Dollar Säcke
entgegen. Zu sehen ist eine Geste der Unterwerfung. Deutlich zu erkennen ist auch der „Post“-Eigentümer Jeff Bezos. Die Karikaturistin wirft ihm nun einen massiven Eingriff in die Meinungsfreiheit vor
Und wir hier im Land können schon sehen, welche unserer Politiker sich um ein Gespräch mit ihm reißen. Bekehren wollen sie den bestimmt nicht.


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