Von Feierabend-Mitglied
Samstag 14.10.2023, 09:52 – geändert Samstag 14.10.2023, 09:57
- und gelten manchen als Verräter.
Nach langen Monaten im Exil kehren derzeit Zehntausende Russen in ihr Heimatland zurück. Die Gründe: Ihnen geht das Geld aus, sie dürfen nicht arbeiten oder haben keine Aufenthaltsgenehmigung mehr. In Russland selbst sind sie nicht unbedingt willkommen.
Manche Politiker, wie der Sprecher des russischen Parlaments, wollen die Rückkehrer in Gulag-artige Camps nach Sibirien schicken. Wjatscheslaw Wolodin sagte am Mittwoch: „Wir reden über den Einsatz in Minen, dort, wo es keinen Sommer gibt.“
Hunderttausende Russen sind seit Kriegsbeginn aus ihrer Heimat geflohen, die meisten, um einer Rekrutierung und dem Kampfeinsatz in der Ukraine zu entgehen. Wolodin wirft ihnen Staatsverrat vor.
Zwar gilt Wolodin als enger Verbündeter Putins, doch wollte Kremlsprecher Dmitri Peskow offensichtlich nicht ganz so abschreckend wirken. Denn Russland braucht die vielen Experten, die unter den Flüchtlingen sind, auch in der heimischen Industrie.
Peskow bekräftigte zwar, dass manche der Ausgereisten auch politische Ansichten hätten, die sich nicht mit denen der Regierung deckten. Die große Mehrheit seien aber Patrioten, die sich nur für einige Monate für einen anderen Wohnsitz entschieden hätten. „Diese Menschen haben immer, egal, was passiert, ihre Heimat Russland. Und sie wartet immer auf sie.“
Quelle Tagesspiegel
Bleibt abzuwarten wie viele von den Rückkehrern gebraucht werden und wie viele davon ein "ungünstiges" Schicksal erwartet. Jedenfalls wirft der Krieg auf die Zivilbevölkerung in Russland lange Schatten. Auch was Soldaten betrifft.
Zehntausende russische Soldaten stecken nach Einschätzung britischer Geheimdienstexperten in einer psychischen Krise. Bei etwa 100.000 Militärangehörigen sei zum Ende vergangenen Jahres eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden, hieß es in dem täglichen Geheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums in London zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine am Mittwoch. Diese Zahl liege inzwischen wahrscheinlich höher, weil das russische Militär keine Rotation und Erholung vom Schlachtfeld mehr ermögliche.
Der Krieg macht auch mit Russland etwas.
- und gelten manchen als Verräter.
Nach langen Monaten im Exil kehren derzeit Zehntausende Russen in ihr Heimatland zurück. Die Gründe: Ihnen geht das Geld aus, sie dürfen nicht arbeiten oder haben keine Aufenthaltsgenehmigung mehr. In Russland selbst sind sie nicht unbedingt willkommen.
Manche Politiker, wie der Sprecher des russischen Parlaments, wollen die Rückkehrer in Gulag-artige Camps nach Sibirien schicken. Wjatscheslaw Wolodin sagte am Mittwoch: „Wir reden über den Einsatz in Minen, dort, wo es keinen Sommer gibt.“
Hunderttausende Russen sind seit Kriegsbeginn aus ihrer Heimat geflohen, die meisten, um einer Rekrutierung und dem Kampfeinsatz in der Ukraine zu entgehen. Wolodin wirft ihnen Staatsverrat vor.
Zwar gilt Wolodin als enger Verbündeter Putins, doch wollte Kremlsprecher Dmitri Peskow offensichtlich nicht ganz so abschreckend wirken. Denn Russland braucht die vielen Experten, die unter den Flüchtlingen sind, auch in der heimischen Industrie.
Peskow bekräftigte zwar, dass manche der Ausgereisten auch politische Ansichten hätten, die sich nicht mit denen der Regierung deckten. Die große Mehrheit seien aber Patrioten, die sich nur für einige Monate für einen anderen Wohnsitz entschieden hätten. „Diese Menschen haben immer, egal, was passiert, ihre Heimat Russland. Und sie wartet immer auf sie.“
Quelle Tagesspiegel
Bleibt abzuwarten wie viele von den Rückkehrern gebraucht werden und wie viele davon ein "ungünstiges" Schicksal erwartet. Jedenfalls wirft der Krieg auf die Zivilbevölkerung in Russland lange Schatten. Auch was Soldaten betrifft.
Zehntausende russische Soldaten stecken nach Einschätzung britischer Geheimdienstexperten in einer psychischen Krise. Bei etwa 100.000 Militärangehörigen sei zum Ende vergangenen Jahres eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden, hieß es in dem täglichen Geheimdienstbericht des Verteidigungsministeriums in London zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine am Mittwoch. Diese Zahl liege inzwischen wahrscheinlich höher, weil das russische Militär keine Rotation und Erholung vom Schlachtfeld mehr ermögliche.
Der Krieg macht auch mit Russland etwas.