So eine Diskussion ist vermutlich nur in Deutschland möglich. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigte sich am Dienstag mit der Frage, ob nicht essbare Wursthüllen und Clips zur Füllmenge zählen oder nicht. Die beiden vorherigen Instanzen waren sich da uneinig. Nun muss eine Grundsatzentscheidung gefällt werden. Befremdlich? Mitnichten. Ein Kollege merkt zurecht an: Erstens würde sich sonst wohl kein (juristisches) Gericht damit beschäftigen. Zweitens hat doch jeder schon die Erfahrung gemacht: Kassler ist nach dem Braten nur noch halb so groß. Ein anderer Kollege wendet ein, die Pelle ist vermutlich noch das Natürlichste an der Wurst. Auch er hat Recht. Wenn du am Imbiss gefragt wirst: »Mit oder ohne Darm?«, dann besteh auf die Pelle. Zumindest da weißt du, woran du bist.
Leider ist es so und den dafür zuständigen Kontrollämtern fehlen, wie überall, das Personal. Die Einkommen sinken, es werden weitere Kürzungen gefordert und wohl auch kommen. Alles kann man den Deutschen nehmen, nur nicht ihr Schnitzel.
Das will auch keiner. Nur muss es bezahlbar bleiben. Die "Produzenten" sollen aber auch etwas verdienen. Also sparen die Ämter Kosten und sparen bei der Kontrolle. Wie Bäcker sind auch Landwirte Kunden bei der chemischen Industrie. Der alte Witz vom Metzer, der seinen Lehrling auffordert das Schlachthaus zu fegen, weil er Leberwurst machen will, ist nicht vergessen. Und was so alles in den Brei für die Fleischwurst gemengt wird, das will man besser nicht wissen.
Viele kaufen nach dem Motto "Geiz ist geil", immer mehr müssen es tun.
Den Spruch haben aber nicht die Verbraucher erfunden, sondern eine große Marktkette. Die Verbraucher sollten man darüber nachdenken und ihn nicht einfach nachplappern. Der Kunde ist König? Schön wäre es.
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So eine Diskussion ist vermutlich nur in Deutschland möglich. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigte sich am Dienstag mit der Frage, ob nicht essbare Wursthüllen und Clips zur Füllmenge zählen oder nicht. Die beiden vorherigen Instanzen waren sich da uneinig. Nun muss eine Grundsatzentscheidung gefällt werden. Befremdlich? Mitnichten. Ein Kollege merkt zurecht an: Erstens würde sich sonst wohl kein (juristisches) Gericht damit beschäftigen. Zweitens hat doch jeder schon die Erfahrung gemacht: Kassler ist nach dem Braten nur noch halb so groß. Ein anderer Kollege wendet ein, die Pelle ist vermutlich noch das Natürlichste an der Wurst. Auch er hat Recht. Wenn du am Imbiss gefragt wirst: »Mit oder ohne Darm?«, dann besteh auf die Pelle. Zumindest da weißt du, woran du bist.
Leider ist es so und den dafür zuständigen Kontrollämtern fehlen, wie überall, das Personal. Die Einkommen sinken, es werden weitere Kürzungen gefordert und wohl auch kommen. Alles kann man den Deutschen nehmen, nur nicht ihr Schnitzel.
Das will auch keiner. Nur muss es bezahlbar bleiben. Die "Produzenten" sollen aber auch etwas verdienen. Also sparen die Ämter Kosten und sparen bei der Kontrolle. Wie Bäcker sind auch Landwirte Kunden bei der chemischen Industrie. Der alte Witz vom Metzer, der seinen Lehrling auffordert das Schlachthaus zu fegen, weil er Leberwurst machen will, ist nicht vergessen. Und was so alles in den Brei für die Fleischwurst gemengt wird, das will man besser nicht wissen.
Viele kaufen nach dem Motto "Geiz ist geil", immer mehr müssen es tun.
Den Spruch haben aber nicht die Verbraucher erfunden, sondern eine große Marktkette. Die Verbraucher sollten man darüber nachdenken und ihn nicht einfach nachplappern. Der Kunde ist König? Schön wäre es.
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