Die Unfähigkeit, sich die Zerstörungskraft der Atomwaffen vorzustellen, diese „Fähigkeitslücke“ aller Aufrüstungsbefürworter, zeigt sich heute in besonderer Weise. War es vor wenigen Jahren noch eine ernsthafte Diskussion, ob das Zwei-Prozent-Ziel der NATO sinnvoll und notwendig sei, so sind heute die „Rüstungsexperten“ aller Couleur in Politik und Journalismus überzeugt, dass es unabdingbar ist, fünf Prozent des BIP auszugeben, um die „Fähigkeitslücke“ gegenüber Russland zu schließen.
Bereits in der Vergangenheit fruchteten alle Hinweise darauf, dass die NATO im Vergleich das Zehnfache für „Verteidigung“ ausgibt, nichts.
Kaufkraftbereinigt sei es ja nur das Vierfache der Ausgaben Russlands, beschwichtigten die Aufrüstungsbefürworter, und schließlich ginge es ja nicht um absolute Zahlen, sondern eben nur um das Schließen von Fähigkeitslücken.
Aber spätestens jetzt, nach der Bejahung des Fünf-Prozent-Ziels durch die führenden Politiker Deutschlands, von Friedrich Merz bis Alice Weidel, und alle Bundestagsparteien einschließlich der Linken – sie macht im Bundestag Lärm, stimmt aber im Bundesrat dem Aufrüstungspaket zu – ist die Grenze um Wahnsinn endgültig überschritten.
Wer ernsthaft behauptet, man könne 250 Milliarden Euro, die Hälfte des Bundeshaushaltes, für Aufrüstung ausgeben, ist nicht mehr zurechnungsfähig. (…)
Das ganze Kriegstüchtigkeitsgelaber ist angesichts des atomaren Potentials der Russischen Förderration nur noch lächerlich. Als Gegenargument taugt auch der Kinderglaube an den verlässlichen Atomschirm der USA nicht mehr. Kein US-Präsident, welcher Couleur auch immer, wird die Zerstörung New Yorks, San Franciscos oder Chicagos riskieren, um Europa zu retten. Dass Trump dieses Risiko eingehen würde, glauben wahrscheinlich nur noch Ursula von der Leyen und Kaja Kallas.
(…) Doch Sicherheit gibt es nur gemeinsam, und Sicherheit für Europa gibt es nur gemeinsam mit Russland.
Wir müssen friedenstüchtig werden und wieder in der Lage sein, ernsthafte Friedensverhandlungen zu führen. Das setzt voraus, auch die Sicherheitsinteressen der anderen Seite, in diesem Fall Russlands, zu berücksichtigen. So wie die USA keine russischen Truppen und Raketen ohne Vorwarnzeit an ihren Grenzen dulden würden, so wenig kann erwarten, dass Russland Truppen und Raketen aus NATO-Ländern an seinen Grenzen akzeptiert. Wer das, wie die europäischen Staatsmänner Merz, Macron und Starmer, nicht begreift, wird den seit Jahren herbeigesehnten Frieden in der Ukraine nicht erreichen. Dabei hat der von den USA vom Zaun gebrochene Ukraine-Krieg nicht nur in der Ukraine selbst, sondern auch in ganz Europa großen Schaden angerichtet, während in den USA noch keine einzige Fensterscheibe klirrte.
Uncle Sam reibt sich die Hände, macht Milliardengeschäfte mit Rüstung, zerstört die europäische Gasleitung Nord Stream, um sein Fracking-Gas zu verkaufen, erhebt Zölle, erzwingt europäische Investitionen in den USA und hat sich den Zugriff auf die seltenen Erden in der Ukraine gesichert. Nicht zu vergessen: Den Wiederaufbau des zerstörten Landes soll Europa finanzieren.
Im Atomzeitalter kann man nicht mehr in den Kategorien des Ersten Weltkrieges denken, militärisch nicht und schon gar nicht geostrategisch. (…)
Vernunft und Diplomatie sind im Atomzeitalter wirkungsvollere Waffen als Panzer und Raketen. (Oskar Lafontaine)
………………………………
Ach der Lafontaine, der Russlandfreund. Aber das beste Argument dafür liefert doch täglich unser großer Führer, ewige Freund und Bruder in Washington.
Die Politik Putins gefällt mir nicht. Aber die gleiche Politik machen doch viele unser Partner, Freunde und Verbündete. Bei denen stört man sich nicht daran.
Aber hier geht es um uns.
Die Unfähigkeit, sich die Zerstörungskraft der Atomwaffen vorzustellen, diese „Fähigkeitslücke“ aller Aufrüstungsbefürworter, zeigt sich heute in besonderer Weise. War es vor wenigen Jahren noch eine ernsthafte Diskussion, ob das Zwei-Prozent-Ziel der NATO sinnvoll und notwendig sei, so sind heute die „Rüstungsexperten“ aller Couleur in Politik und Journalismus überzeugt, dass es unabdingbar ist, fünf Prozent des BIP auszugeben, um die „Fähigkeitslücke“ gegenüber Russland zu schließen.
Bereits in der Vergangenheit fruchteten alle Hinweise darauf, dass die NATO im Vergleich das Zehnfache für „Verteidigung“ ausgibt, nichts.
Kaufkraftbereinigt sei es ja nur das Vierfache der Ausgaben Russlands, beschwichtigten die Aufrüstungsbefürworter, und schließlich ginge es ja nicht um absolute Zahlen, sondern eben nur um das Schließen von Fähigkeitslücken.
Aber spätestens jetzt, nach der Bejahung des Fünf-Prozent-Ziels durch die führenden Politiker Deutschlands, von Friedrich Merz bis Alice Weidel, und alle Bundestagsparteien einschließlich der Linken – sie macht im Bundestag Lärm, stimmt aber im Bundesrat dem Aufrüstungspaket zu – ist die Grenze um Wahnsinn endgültig überschritten.
Wer ernsthaft behauptet, man könne 250 Milliarden Euro, die Hälfte des Bundeshaushaltes, für Aufrüstung ausgeben, ist nicht mehr zurechnungsfähig. (…)
Das ganze Kriegstüchtigkeitsgelaber ist angesichts des atomaren Potentials der Russischen Förderration nur noch lächerlich. Als Gegenargument taugt auch der Kinderglaube an den verlässlichen Atomschirm der USA nicht mehr. Kein US-Präsident, welcher Couleur auch immer, wird die Zerstörung New Yorks, San Franciscos oder Chicagos riskieren, um Europa zu retten. Dass Trump dieses Risiko eingehen würde, glauben wahrscheinlich nur noch Ursula von der Leyen und Kaja Kallas.
(…) Doch Sicherheit gibt es nur gemeinsam, und Sicherheit für Europa gibt es nur gemeinsam mit Russland.
Wir müssen friedenstüchtig werden und wieder in der Lage sein, ernsthafte Friedensverhandlungen zu führen. Das setzt voraus, auch die Sicherheitsinteressen der anderen Seite, in diesem Fall Russlands, zu berücksichtigen. So wie die USA keine russischen Truppen und Raketen ohne Vorwarnzeit an ihren Grenzen dulden würden, so wenig kann erwarten, dass Russland Truppen und Raketen aus NATO-Ländern an seinen Grenzen akzeptiert. Wer das, wie die europäischen Staatsmänner Merz, Macron und Starmer, nicht begreift, wird den seit Jahren herbeigesehnten Frieden in der Ukraine nicht erreichen. Dabei hat der von den USA vom Zaun gebrochene Ukraine-Krieg nicht nur in der Ukraine selbst, sondern auch in ganz Europa großen Schaden angerichtet, während in den USA noch keine einzige Fensterscheibe klirrte.
Uncle Sam reibt sich die Hände, macht Milliardengeschäfte mit Rüstung, zerstört die europäische Gasleitung Nord Stream, um sein Fracking-Gas zu verkaufen, erhebt Zölle, erzwingt europäische Investitionen in den USA und hat sich den Zugriff auf die seltenen Erden in der Ukraine gesichert. Nicht zu vergessen: Den Wiederaufbau des zerstörten Landes soll Europa finanzieren.
Im Atomzeitalter kann man nicht mehr in den Kategorien des Ersten Weltkrieges denken, militärisch nicht und schon gar nicht geostrategisch. (…)
Vernunft und Diplomatie sind im Atomzeitalter wirkungsvollere Waffen als Panzer und Raketen. (Oskar Lafontaine)
………………………………
Ach der Lafontaine, der Russlandfreund. Aber das beste Argument dafür liefert doch täglich unser großer Führer, ewige Freund und Bruder in Washington.
Die Politik Putins gefällt mir nicht. Aber die gleiche Politik machen doch viele unser Partner, Freunde und Verbündete. Bei denen stört man sich nicht daran.
Aber hier geht es um uns.