Von Harvey11
Dienstag 06.01.2026, 10:33 – geändert Dienstag 06.01.2026, 11:02
Nach dem Angriff auf Venezuela denkt Trump laut über weitere Aktionen im "Hinterhof" der USA nach. Dahinter steckt die "Donroe-Doktrin" - die Neuinterpretation einer alten US-Strategie für die westliche Hemisphäre.
Erfolg macht Appetit auf mehr. Begeistert von der Blitzaktion des US-Militärs in Venezuela denkt Präsident Donald Trump laut über etwaige weitere Einsätze nach, so am Sonntag während des Rückflugs von Florida nach Washington: "Kolumbien ist auch sehr krank und wird von einem kranken Mann regiert, der gerne Kokain herstellt und es den Vereinigten Staaten verkauft", so der Republikaner. "Und das wird er nicht mehr sehr lange tun."
Eine Reporterin hakt nach: Heißt das eine weitere Armeeaktion? "Klingt gut", antwortet Trump. Mit Mexiko werde man wohl auch "was tun" müssen, obwohl er die Präsidentin des Landes schätze. Denn Mexiko werde von Drogenkartellen kontrolliert.
Und dann ist da auch Grönland. Überall dort russische und chinesische Schiffe - da brauche man Grönland allein schon wegen der nationalen Sicherheit, so Trump, zumal die Dänen mit dieser Bedrohung nicht fertig würden:
"Wussten Sie, dass Dänemark letztens die Sicherheit in Grönland verstärkt hat? Sie haben einen weiteren Hundeschlitten eingesetzt. Das stimmt! Sie hielten das für eine großartige Entscheidung."
Seit Venezuela sagen Trump und Mitglieder seiner Regierung ganz offen, wie Amerika künftig in seinem Teil der Welt handeln will. Außenminister Marco Rubio: "Dies ist die westliche Hemisphäre, hier leben wir, und wir werden es nicht zulassen, dass die westliche Hemisphäre zu einer Operationsbasis für Gegner, Wettbewerber und Rivalen der Vereinigten Staaten wird."
Das bedeutet: Die USA erlauben es anderen souveränen Staaten in der Region nicht mehr, selbst zu entscheiden, mit welchen Ländern, mit welchen Unternehmen sie Beziehungen pflegen und Geschäfte machen. Festgelegt wurde das in der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie. Dort steht auf Seite 15: "Nach Jahren der Nichtbeachtung werden die Vereinigten Staaten die Monroe-Doktrin bekräftigen und durchsetzen, um die amerikanische Vorrangstellung in der westlichen Hemisphäre wieder herzustellen."
Formuliert wurde diese Doktrin vor mehr als 200 Jahren von Präsident James Monroe. Er verbat sich fortan jede Einmischung europäischer Mächte in Lateinamerika. In Anspielung auf Trumps Vornamen sprechen Medien mit Blick auf die neue US-Außenpolitik inzwischen von "Donroe-Doktrin", auch Trump selbst nutzte den Begriff bereits.
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Der von uns längst anerkannte King Donald macht sich längst sein Recht und seine Gesetze selber.
Es ist so, es sind die USA, die den Frieden bedrohen.
Aber sie werden sich mit China und Russland ihre Claims abstecken. Das gesamte Europa wird wohl einen Existenzkampf führen müssen.
Und wir huldigen immer noch den USA, weil wir in deren Schatten hoffen zu überleben. Als deren Statthalter?
Manche Äußerung von Merz lässt darauf schließen.
Nach dem Angriff auf Venezuela denkt Trump laut über weitere Aktionen im "Hinterhof" der USA nach. Dahinter steckt die "Donroe-Doktrin" - die Neuinterpretation einer alten US-Strategie für die westliche Hemisphäre.
Erfolg macht Appetit auf mehr. Begeistert von der Blitzaktion des US-Militärs in Venezuela denkt Präsident Donald Trump laut über etwaige weitere Einsätze nach, so am Sonntag während des Rückflugs von Florida nach Washington: "Kolumbien ist auch sehr krank und wird von einem kranken Mann regiert, der gerne Kokain herstellt und es den Vereinigten Staaten verkauft", so der Republikaner. "Und das wird er nicht mehr sehr lange tun."
Eine Reporterin hakt nach: Heißt das eine weitere Armeeaktion? "Klingt gut", antwortet Trump. Mit Mexiko werde man wohl auch "was tun" müssen, obwohl er die Präsidentin des Landes schätze. Denn Mexiko werde von Drogenkartellen kontrolliert.
Und dann ist da auch Grönland. Überall dort russische und chinesische Schiffe - da brauche man Grönland allein schon wegen der nationalen Sicherheit, so Trump, zumal die Dänen mit dieser Bedrohung nicht fertig würden:
"Wussten Sie, dass Dänemark letztens die Sicherheit in Grönland verstärkt hat? Sie haben einen weiteren Hundeschlitten eingesetzt. Das stimmt! Sie hielten das für eine großartige Entscheidung."
Seit Venezuela sagen Trump und Mitglieder seiner Regierung ganz offen, wie Amerika künftig in seinem Teil der Welt handeln will. Außenminister Marco Rubio: "Dies ist die westliche Hemisphäre, hier leben wir, und wir werden es nicht zulassen, dass die westliche Hemisphäre zu einer Operationsbasis für Gegner, Wettbewerber und Rivalen der Vereinigten Staaten wird."
Das bedeutet: Die USA erlauben es anderen souveränen Staaten in der Region nicht mehr, selbst zu entscheiden, mit welchen Ländern, mit welchen Unternehmen sie Beziehungen pflegen und Geschäfte machen. Festgelegt wurde das in der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie. Dort steht auf Seite 15: "Nach Jahren der Nichtbeachtung werden die Vereinigten Staaten die Monroe-Doktrin bekräftigen und durchsetzen, um die amerikanische Vorrangstellung in der westlichen Hemisphäre wieder herzustellen."
Formuliert wurde diese Doktrin vor mehr als 200 Jahren von Präsident James Monroe. Er verbat sich fortan jede Einmischung europäischer Mächte in Lateinamerika. In Anspielung auf Trumps Vornamen sprechen Medien mit Blick auf die neue US-Außenpolitik inzwischen von "Donroe-Doktrin", auch Trump selbst nutzte den Begriff bereits.
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Der von uns längst anerkannte King Donald macht sich längst sein Recht und seine Gesetze selber.
Es ist so, es sind die USA, die den Frieden bedrohen.
Aber sie werden sich mit China und Russland ihre Claims abstecken. Das gesamte Europa wird wohl einen Existenzkampf führen müssen.
Und wir huldigen immer noch den USA, weil wir in deren Schatten hoffen zu überleben. Als deren Statthalter?
Manche Äußerung von Merz lässt darauf schließen.