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Wie lange reicht die Munition?

Von Harvey11 Montag 09.03.2026, 11:04

Eine Woche Krieg, 3000 Ziele attackiert – „und wir lassen nicht nach“: Das US-Militär informiert auf der Plattform X mal wieder über den Krieg im Iran. Die Kurzbilanz zu den Angriffen, verknüpft mit der Drohung, ist eine Machtdemonstration. In Kriegszeiten kommt es auch auf Zahlen an. Während einige geradezu in die Öffentlichkeit posaunt werden, sind andere gut gehütete Geheimnisse: Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie groß das Waffenarsenal der einzelnen Kriegsparteien ist, weil kein Militär dazu offen Angaben macht. Wie es im Iran-Krieg weitergeht, hängt aber auch davon ab.

Seit Tagen wird in den USA die Frage diskutiert, wie lange der Krieg fortgesetzt werden kann, ohne Gefahr zu laufen, dass die Munitionsvorräte zuneige gehen. Der demokratische Senator Mark Kelly, Mitglied im Streitkräfte-Ausschuss, warnte, die USA hätten keinen „unbegrenzten Vorrat“, wie CNN berichtete.

Die Regierung weist derartige Sorgen zurück: Die USA verfügten über „mehr als genug Kapazitäten, um nicht nur den Einsatz ,Gewaltiger Zorn‘ erfolgreich durchzuführen, sondern weit darüber hinauszugehen“, behauptete Sprecherin Karoline Leavitt. Sie sprach von Waffenlagern an Orten, von denen viele Menschen nicht einmal etwas wüssten. US-Präsident Donald Trump verkündete, dass US-Rüstungsunternehmen zugestimmt hätten, die Produktion hoch entwickelter Waffen deutlich zu erhöhen. Details blieben unklar. (.....)

Im Iran unterliegen die Bestände an ballistischen Raketen und Kampfdrohnen ebenfalls strenger Geheimhaltung. Medien, die den Revolutionsgarden nahestehen, berichten im Krieg lediglich über angebliche Erfolge. Seit Kriegsbeginn seien mehr als 500 ballistische Raketen und Marschflugkörper sowie mindestens 2000 Kampfdrohnen abgefeuert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Nach Schätzungen einer konservativen US-Denkfabrik verfügten Irans Streitkräfte vor dem Krieg über rund 2000 ballistische Mittelstreckenraketen sowie zwischen 6000 und 8000 Kurzstreckenraketen. Ein wesentlicher Teil soll abgefeuert oder zerstört worden sein, heißt es beim Jüdischen Institut für Nationale Sicherheitsangelegenheiten. Es schätzte den Bestand an Mittelstreckenraketen am Samstag auf 40 bis 340. Gut 75 Prozent der Abschussrampen sollen zerstört worden sein. Wie genau die Schätzung ist, ist unklar.

Auch Beobachter am US-Institut für Kriegsstudien (ISW) gehen davon aus, dass viele Systeme zerstört sind, weil die Zahl der iranischen Raketenangriffe zurückgegangen sei.

Doch der Iran greift auch mit Drohnen an. Bei der Abwehr müssen vor allem die Golfstaaten hoffen, dass ihnen nicht die Abwehrraketen ausgehen. Von den Hunderten Raketen und Drohnen, die etwa auf die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar zielten, drangen einige durch – auch wenn der größte Teil offenbar abgeschossen wurde.

Setzt der Iran die Angriffe länger fort, müssen die Länder womöglich entscheiden, welche sie abwehren – also etwa die auf bewohnte und andere zivile Gegenden oder auf wichtige Öl- und Gasanlagen. DPA
Gießener Allgemeine 9.3.2026

Unsere Politiker haben den Überfall bejubelt und halten ihn für richtig. Aber sie wettern über den Iran, der zurückschlägt.
Bedrückend ist der letzte Satz des Artikels. Aber so ist der Krieg. Aber das wird verdrängt. Denn wir bereiten ja auch einen vor. Nur dumm, wenn der böse Feind nicht kommen will.

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