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Widerstand gegen ICE-Präsenz bei Winterspielen

Von Harvey11 Mittwoch 28.01.2026, 12:30

In Italien wächst der Protest dagegen, die US-Einwanderungsbehörde als Security bei der Olympiade zuzulassen

Der „Sindaco“ von Mailand nahm kein Blatt vor den Mund: „Als Bürgermeister will ich nicht, dass diese Polizeieinheit nach Italien kommt. Es handelt sich um eine Truppe, die illegal agiert und die Menschen tötet; das ist völlig inkompatibel mit unserer Art, für Sicherheit zu sorgen“, erklärte Beppe Sala gegenüber italienischen Medien. In Mailand werden während der am 6. Februar beginnenden Winterolympiade unter anderem das Eishockey-Turnier und die Eiskunstlaufwettbewerbe ausgetragen. Der frühere Manager und Mittepolitiker Sala steht in der lombardischen Metropole einer Mitte-Links-Stadtregierung vor.

Der Umstand, dass Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE bei den Winterspielen präsent sein sollen, war im Lauf des Montags bekannt geworden – häppchenweise und ausgerechnet an dem Tag, als in Cortina d‘Ampezzo, dem Austragungsort der alpinen Wettkämpfe der Damen und der Wettbewerbe im Eiskanal, die olympische Fackel eintraf. Eine Online-Petition der Mittepartei Azione ist in wenigen Stunden von über 5000 Personen unterzeichnet worden; die größte Oppositionspartei Italiens, der sozialdemokratische Partito Democratico (PD), fordert eine Stellungnahme der Rechtsregierung von Giorgia Meloni.

Marco Furfaro, PD-Abgeordneter und Mitglied der Parteileitung, erklärte, dass die Präsenz auch nur eines ICE-Beamten an der Olympiade ein „sehr schlechtes Zeichen“ wäre, denn die sei ein völkerverbindender Wettbewerb. „Die Spiele sollen den Menschen Hoffnung geben und stehen für Werte wie Solidarität und Loyalität“, so Furfaro. Ganz bestimmt seien sie kein Ort, wo Repressionsorgane wie ICE etwas zu suchen hätten, „die Sicherheit mit Einschüchterung verwechseln“. Der Chef der Linkspartei Sinistra Italiana Nicola Fratoianni sagte: „Wir werden es nicht zulassen, dass sich bis an die Zähne bewaffnete Mörder auf unserem Territorium bewegen.“

Zudem könnte die Anwesenheit von Beamten der ICE in Italien vor und während der olympischen Winterspiele mindestens an den Austragungsorten zu massiven Straßenprotesten oder Störaktionen führen. Die kritisierte Trump-Truppe würde die Sicherheit während Olympia nicht erhöhen, sondern vermutlich beeinträchtigen. Regierungschefin Giorgia Meloni hat laut italienischen Medienberichten bei den US-Behörden nachgefragt, ob Washington eine andere Einheit schicken könnte.

Laut dem lombardischen Regionalpräsidenten Attilio Fontana, der seine eigene Aussage aber später wieder relativierte, sollen die ICE-Beamten unter anderem für den Personenschutz von US-Vizepräsident J. D. Vance und Außenminister Marco Rubio zuständig sein, die offenbar am 6. Februar an der Eröffnungszeremonie teilnehmen wollen.

Tricia McLaughlin, Sekretärin der US-Behörde Homeland Security Investigations, die ein Teil der ICE ist, bestätigte gegenüber italienischen Medien, dass der Diplomatic Security Service der USA wie immer bei ausländischen Großanlässen die Federführung bei den Sicherheitsmaßnahmen für die US-Delegation übernehme und dass ICE Teil der Verfügung sei. Ihre Aufgabe sei in erster Linie die Aufklärung und die Abwehr von Risiken, die von international tätigen kriminellen Organisationen ausgingen. Frankfurter Rundschau 28.1.2026


Da bin ich mal gespannt, ob diese legalisierte Schlägerbande als Saalschutz in Italien auftreten darf.
Wie wäre es mit einem Einreiseverbot für US-Amerikanische Politiker?
Damit wäre das Problem vom Tisch.
Oder nicht? Laut dem lombardischen Regionalpräsidenten Attilio Fontana, der seine eigene Aussage aber später wieder relativierte, sollen die ICE-Beamten unter anderem für den Personenschutz von US-Vizepräsident J. D. Vance und Außenminister Marco Rubio zuständig sein, die offenbar am 6. Februar an der Eröffnungszeremonie teilnehmen wollen.
Unter anderen........?

Hoffentlich haben die ausreichend Munition dabei. Denn in Italien werden sie viele Ausländer auf den Straßen sehen.

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