Westliche Werte
Es geht um wirtschaftliche Interessen
Die Anwesenheit von UN-Generalsekretär António Guterres auf dem Brics-Gipfel in Russland hat in der deutschen Medienlandschaft eine Diskussion ausgelöst. Es kann natürlich kritisiert werden, dass dieses Treffen in der aktuellen Situation in Russland stattfindet. Ein UN-Sprecher hat darauf hingewiesen, dass der Generalsekretär auf dem Treffen noch einmal deutlich gemacht hat, dass der russische Einmarsch in der Ukraine einen Verstoß gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen darstelle. Grundsätzlich sei es zudem üblich, dass der UN-Generalsekretär Gipfeltreffen wie der G7, G20 oder der Brics-Staaten besucht.
Die Kritik hat jedoch auch einen neuen Zungenschlag. Guterres „diskreditiere die Vereinten Nationen“ und habe damit „den Westen verraten“. Dies sei ein „offener Angriff auf die Werte der Weltgemeinschaft“. Dies klingt nach einer einfachen Logik: Die UN sind solange unterstützenswert, solange sie sich auf die Seite des Westens stellen, denn er sei Garant für eine wertegeleitete Politik.
Doch ist das wirklich so?
Die Menschenrechte, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1948 von den UN verabschiedet wurden, sind universell und ihre Achtung sollte die Menschheit auch vor totalitären Systemen schützen. Die Versprechen der Menschenrechte ist eine Sache, ihre Umsetzung eine andere. Die westlichen Machthaber versprachen immer ihre Einhaltung und hatten doch vor allem ihre eigenen Interessen im Blick, als sie den Ländern des Globalen Südens eine nachholende Entwicklung versprachen, wenn sie sich nur den „Regeln der Märkte“ ausliefern. Verschuldung und neokoloniale Ausbeutung waren meistens die Quittung.
Internationale Institutionen wie der Internationale Währungsfonds und die Welthandelsorganisation haben dabei oft eine entscheidende Rolle gespielt. Viele Länder haben daraus durchaus gelernt und akzeptieren das Diktat dieser Institutionen nicht mehr und stellen eigene Forderungen. Die westlichen Industrienationen versuchen diesen Widerstand zu umgehen, indem sie durch plurilaterale Verhandlungen den Einfluss solcher Länder ausschließen wollen.
Das Aufrechterhalten der bestehenden Ausbeutungsverhältnisse und die Exklusivität der Macht des realen „westlichen Wertesystems“ stehen im Widerspruch zu den universellen Menschenrechten und dem Grundgedanken der UN.
Roland Süss FR 1.11.2024
Der Autor ist Handelsexperte des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac
Roland Süss verrät da ja kein Geheimnis. Was zählt ist alleine der Nutzen. Die Menschenrechte sind nur ein Deckmäntelchen. Und jetzt werden die alten Kolonialmächte unruhig. Fürchten sie eventuell Rachegelüste? Die Medien werden ja bereits entsprechend munitioniert.
Jedenfalls zeigt dieser Artikel eines Mitglieds von Attac deutlich, warum denen die Gemeinnützigkeit entzogen wurde. Sie nutzten den Verkehrten.
Westliche Werte
Es geht um wirtschaftliche Interessen
Die Anwesenheit von UN-Generalsekretär António Guterres auf dem Brics-Gipfel in Russland hat in der deutschen Medienlandschaft eine Diskussion ausgelöst. Es kann natürlich kritisiert werden, dass dieses Treffen in der aktuellen Situation in Russland stattfindet. Ein UN-Sprecher hat darauf hingewiesen, dass der Generalsekretär auf dem Treffen noch einmal deutlich gemacht hat, dass der russische Einmarsch in der Ukraine einen Verstoß gegen das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen darstelle. Grundsätzlich sei es zudem üblich, dass der UN-Generalsekretär Gipfeltreffen wie der G7, G20 oder der Brics-Staaten besucht.
Die Kritik hat jedoch auch einen neuen Zungenschlag. Guterres „diskreditiere die Vereinten Nationen“ und habe damit „den Westen verraten“. Dies sei ein „offener Angriff auf die Werte der Weltgemeinschaft“. Dies klingt nach einer einfachen Logik: Die UN sind solange unterstützenswert, solange sie sich auf die Seite des Westens stellen, denn er sei Garant für eine wertegeleitete Politik.
Doch ist das wirklich so?
Die Menschenrechte, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1948 von den UN verabschiedet wurden, sind universell und ihre Achtung sollte die Menschheit auch vor totalitären Systemen schützen. Die Versprechen der Menschenrechte ist eine Sache, ihre Umsetzung eine andere. Die westlichen Machthaber versprachen immer ihre Einhaltung und hatten doch vor allem ihre eigenen Interessen im Blick, als sie den Ländern des Globalen Südens eine nachholende Entwicklung versprachen, wenn sie sich nur den „Regeln der Märkte“ ausliefern. Verschuldung und neokoloniale Ausbeutung waren meistens die Quittung.
Internationale Institutionen wie der Internationale Währungsfonds und die Welthandelsorganisation haben dabei oft eine entscheidende Rolle gespielt. Viele Länder haben daraus durchaus gelernt und akzeptieren das Diktat dieser Institutionen nicht mehr und stellen eigene Forderungen. Die westlichen Industrienationen versuchen diesen Widerstand zu umgehen, indem sie durch plurilaterale Verhandlungen den Einfluss solcher Länder ausschließen wollen.
Das Aufrechterhalten der bestehenden Ausbeutungsverhältnisse und die Exklusivität der Macht des realen „westlichen Wertesystems“ stehen im Widerspruch zu den universellen Menschenrechten und dem Grundgedanken der UN.
Roland Süss FR 1.11.2024
Der Autor ist Handelsexperte des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac
Roland Süss verrät da ja kein Geheimnis. Was zählt ist alleine der Nutzen. Die Menschenrechte sind nur ein Deckmäntelchen. Und jetzt werden die alten Kolonialmächte unruhig. Fürchten sie eventuell Rachegelüste? Die Medien werden ja bereits entsprechend munitioniert.
Jedenfalls zeigt dieser Artikel eines Mitglieds von Attac deutlich, warum denen die Gemeinnützigkeit entzogen wurde. Sie nutzten den Verkehrten.