Iran-Krieg: Der Ölpreis steigt und steigt. G7-Staaten erwägen Rückgriff auf strategische Notfallreserven
»Die G7 ziehen unter dem Druck des rasant steigenden Erdölpreises den Rückgriff auf ihre strategischen Erdölreserven in Betracht. Dies hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag bestätigt. Bereits zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass die G7-Finanzminister am Montag bei einem Treffen mit Fatih Birol, dem Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), über diesen Schritt beraten wollen. Die 32 durchweg westlichen oder prowestlichen IEA-Mitgliedstaaten haben Notfallreserven von rund 1,2 Milliarden Barrel (rund 190 Milliarden Liter) Öl eingelagert. US-Experten plädierten dafür, 300 bis 400 Millionen Barrel freizugeben, hieß es in der Financial Times – stolze 25 bis 30 Prozent der Gesamtreserven. Zuletzt wurden die Vorräte nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs angezapft, davor während und nach den Kriegen gegen den Irak im Jahr 1990 sowie gegen Libyen im Jahr 2011. Der Schritt, der Lieferausfälle ausgleichen und den Preis senken soll, gilt als äußerst seltene Ausnahme.
Anlass für den möglichen Rückgriff auf die strategischen Reserven ist der rasant gestiegene Erdölpreis, der am Montag erstmals seit 2022 die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel der Sorte Brent überstieg. Im Lauf des Tages pendelte er sich bei gut 102 US-Dollar ein – rund 50 Prozent mehr als unmittelbar vor Beginn des Iran-Kriegs. Ein weiterer Anstieg gilt als gut möglich, weil die Straße von Hormus kriegsbedingt unverändert unpassierbar ist. Laut dem Energieexperten Daniel Yergin handelt es sich um »die größte Unterbrechung der täglichen Ölproduktion in der Weltgeschichte«. Auch der Flüssigerdgaspreis schoss am Montag in die Höhe. Der europäische Referenzwert TTF lag am Mittag bei 60 Euro – doppelt so viel wie kurz vor Kriegsbeginn. Hintergrund ist auch, dass Katar nach einer Beschädigung seiner größten Flüssiggasanlage bei einem vermutlich iranischen Angriff die Produktion gestoppt hat. Aus dem gleichen Grund folgte am Montag Bahrain und unterbrach seine Erdölförderung..................«
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Merkt man so langsam, was da angerichtet wurde?
Früher konnten doch die Lieferanten wichtigen Rohstoffe mit ihren Völkern machen was sie wollen.
Wie wäre es mit autofreien Sonntagen? Gab es doch schon einmal.
Was wurde doch der Überfall auf den Iran im Westen bejubelt. Ein neues Schurkenstück von Trump? Ach was, die hatten ihre Ermordung verdient.
Aber alles hat seinen Preis. Auf wenn schimpfen wir jetzt?
Iran-Krieg: Der Ölpreis steigt und steigt. G7-Staaten erwägen Rückgriff auf strategische Notfallreserven
»Die G7 ziehen unter dem Druck des rasant steigenden Erdölpreises den Rückgriff auf ihre strategischen Erdölreserven in Betracht. Dies hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag bestätigt. Bereits zuvor hatte die Financial Times berichtet, dass die G7-Finanzminister am Montag bei einem Treffen mit Fatih Birol, dem Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), über diesen Schritt beraten wollen. Die 32 durchweg westlichen oder prowestlichen IEA-Mitgliedstaaten haben Notfallreserven von rund 1,2 Milliarden Barrel (rund 190 Milliarden Liter) Öl eingelagert. US-Experten plädierten dafür, 300 bis 400 Millionen Barrel freizugeben, hieß es in der Financial Times – stolze 25 bis 30 Prozent der Gesamtreserven. Zuletzt wurden die Vorräte nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs angezapft, davor während und nach den Kriegen gegen den Irak im Jahr 1990 sowie gegen Libyen im Jahr 2011. Der Schritt, der Lieferausfälle ausgleichen und den Preis senken soll, gilt als äußerst seltene Ausnahme.
Anlass für den möglichen Rückgriff auf die strategischen Reserven ist der rasant gestiegene Erdölpreis, der am Montag erstmals seit 2022 die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel der Sorte Brent überstieg. Im Lauf des Tages pendelte er sich bei gut 102 US-Dollar ein – rund 50 Prozent mehr als unmittelbar vor Beginn des Iran-Kriegs. Ein weiterer Anstieg gilt als gut möglich, weil die Straße von Hormus kriegsbedingt unverändert unpassierbar ist. Laut dem Energieexperten Daniel Yergin handelt es sich um »die größte Unterbrechung der täglichen Ölproduktion in der Weltgeschichte«. Auch der Flüssigerdgaspreis schoss am Montag in die Höhe. Der europäische Referenzwert TTF lag am Mittag bei 60 Euro – doppelt so viel wie kurz vor Kriegsbeginn. Hintergrund ist auch, dass Katar nach einer Beschädigung seiner größten Flüssiggasanlage bei einem vermutlich iranischen Angriff die Produktion gestoppt hat. Aus dem gleichen Grund folgte am Montag Bahrain und unterbrach seine Erdölförderung..................«
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Früher konnten doch die Lieferanten wichtigen Rohstoffe mit ihren Völkern machen was sie wollen.
Wie wäre es mit autofreien Sonntagen? Gab es doch schon einmal.
Was wurde doch der Überfall auf den Iran im Westen bejubelt. Ein neues Schurkenstück von Trump? Ach was, die hatten ihre Ermordung verdient.
Aber alles hat seinen Preis. Auf wenn schimpfen wir jetzt?