Die EU hat den USA im Zuge des Zoll-Deals versprochen, Energie im Wert von 750 Milliarden Dollar zu importieren. Doch die Vereinbarung bleibt nebulös.
Wer kommt für die Kosten auf? Und wird die Vereinbarung wirklich umgesetzt Auch Deutschlands Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wird wortkarg, wenn es um Details der EU-Zusagen in der Grundsatzvereinbarung mit den USA vor rund einer Woche geht. "Ich blicke auch auf manches dieser Einigung mit ein paar Fragezeichen", sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk. Ein endgültiger Handels-Deal muss noch unterschrieben werden.
In den ersten Monaten dieses Jahres kamen nach offiziellen Angaben immer noch 15 Prozent der LNG-Importe in die EU aus Russland. Doch auch wenn dieser Anteil komplett durch US-LNG ersetzt würde, wäre das nur ein Bruchteil der versprochenen Steigerung. Insgesamt importierte die EU nach eigenen Angaben 2024 fossile Energieträger aus Russland im Wert von 22 Milliarden Euro. Zudem will die EU laut einem Plan der Kommission russische Gasimporte erst ab 2028 komplett eingestellt haben.
Die Rechnung geht mit fossilen Brennstoffen also nicht auf, worauf schon mehrere Expertinnen und Experten hingewiesen haben. Bleibt die Atomtechnik als dritte große Säule der EU-Zusagen. Importe im zweistelligen Milliardenbereich erscheinen hier aber unwahrscheinlich. Die Angaben aus Brüssel bleiben hier besonders nebulös. Es gebe zwar Prognosen, teilte die Kommission mit, aber "die endgültigen Mengen und die Aufteilung auf Öl, LNG und Kernbrennstoffe sowie Brennstoffdienstleistungen werden von verschiedenen Faktoren abhängen".
Man gibt sich dem angeblichen Souverän gegenüber sehr schmallippig, fast wie gegenüber einem nützlichen Idioten.
Bei allen Unklarheiten ist eine Grundfrage der Zusagen überhaupt noch nicht berührt, nämlich wer genau das amerikanische Gas und die anderen Energieträger kaufen soll. Deutschlands Vizekanzler Klingbeil weiß nach eigenen Angaben nicht, ob es dabei um private Investitionen geht. Das seien Dinge, "die zwischen Donald Trump und Ursula von der Leyen verabredet sind und wo es genau jetzt um die Klärung der Details geht".
Ein gesundes Misstrauen ist die Grundlage für eine gesunde Gesellschaft.
Das Problem ist, die Regierung misstraut ihrem eigenen Volk. Darum verschweigen oder lügen sie. Sie werden schon ihre Gründe dafür haben.
Keine guten für uns.
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Die EU hat den USA im Zuge des Zoll-Deals versprochen, Energie im Wert von 750 Milliarden Dollar zu importieren. Doch die Vereinbarung bleibt nebulös.
Wer kommt für die Kosten auf? Und wird die Vereinbarung wirklich umgesetzt Auch Deutschlands Bundesfinanzminister Lars Klingbeil wird wortkarg, wenn es um Details der EU-Zusagen in der Grundsatzvereinbarung mit den USA vor rund einer Woche geht. "Ich blicke auch auf manches dieser Einigung mit ein paar Fragezeichen", sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk. Ein endgültiger Handels-Deal muss noch unterschrieben werden.
In den ersten Monaten dieses Jahres kamen nach offiziellen Angaben immer noch 15 Prozent der LNG-Importe in die EU aus Russland. Doch auch wenn dieser Anteil komplett durch US-LNG ersetzt würde, wäre das nur ein Bruchteil der versprochenen Steigerung. Insgesamt importierte die EU nach eigenen Angaben 2024 fossile Energieträger aus Russland im Wert von 22 Milliarden Euro. Zudem will die EU laut einem Plan der Kommission russische Gasimporte erst ab 2028 komplett eingestellt haben.
Die Rechnung geht mit fossilen Brennstoffen also nicht auf, worauf schon mehrere Expertinnen und Experten hingewiesen haben. Bleibt die Atomtechnik als dritte große Säule der EU-Zusagen. Importe im zweistelligen Milliardenbereich erscheinen hier aber unwahrscheinlich. Die Angaben aus Brüssel bleiben hier besonders nebulös. Es gebe zwar Prognosen, teilte die Kommission mit, aber "die endgültigen Mengen und die Aufteilung auf Öl, LNG und Kernbrennstoffe sowie Brennstoffdienstleistungen werden von verschiedenen Faktoren abhängen".
Man gibt sich dem angeblichen Souverän gegenüber sehr schmallippig, fast wie gegenüber einem nützlichen Idioten.
Bei allen Unklarheiten ist eine Grundfrage der Zusagen überhaupt noch nicht berührt, nämlich wer genau das amerikanische Gas und die anderen Energieträger kaufen soll. Deutschlands Vizekanzler Klingbeil weiß nach eigenen Angaben nicht, ob es dabei um private Investitionen geht. Das seien Dinge, "die zwischen Donald Trump und Ursula von der Leyen verabredet sind und wo es genau jetzt um die Klärung der Details geht".
Ein gesundes Misstrauen ist die Grundlage für eine gesunde Gesellschaft.
Das Problem ist, die Regierung misstraut ihrem eigenen Volk. Darum verschweigen oder lügen sie. Sie werden schon ihre Gründe dafür haben.
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