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Wer sind die Menschen im Bürgergeld?

Von Harvey11 Donnerstag 15.01.2026, 11:26

Neue Regeln mit neuer Grundsicherung: Heute debattiert erstmals der Bundestag über die geplante Reform des Bürgergeldes. Drei Menschen, die davon leben müssen, berichten von ihren Erfahrungen und Sorgen.

»Hamburg, Anfang 2026. Draußen fallen schwere Schneeflocken, in der kleinen Wohnung brutzeln Raclettepfännchen. Für Rabea ist es ein besonderer Moment: Sie feiert Silvester - mit ein paar Tagen Verspätung. Die 38-Jährige bezieht Bürgergeld, jede Ausgabe ist genau kalkuliert. "Dass der Raclettekäse runtergesetzt ist, macht einen großen Unterschied für mich, weil das das Teuerste an dem ganzen Essen ist", sagt sie.

Lebensmittel seien der Bereich, in dem sie die Preissteigerungen am stärksten spüre. Für Alleinstehende sind laut Regelbedarf im Bürgergeld monatlich 150,93 Euro für Lebensmittel vorgesehen. Das sind rund fünf Euro am Tag. "Ich würde sagen, das ist das, wo ich es am dollsten gemerkt habe, dass ich mir jetzt nicht mehr so die Lebensmittel kaufen kann, einfach weil sie teurer geworden sind."

"Wenn ich nicht zur Essensausgabe gehen würde, würde ich sagen absolut katastrophal", sagt sie. "Es ist kaum möglich, sich gesund zu ernähren, weil es einfach zu wenig ist."

Rabea ist studierte Germanistin, arbeitete bei einem großen Verlag und später als Elternzeitvertretung bei einem Hörbuchanbieter. Der Vertrag sei ausgelaufen, dazu kam eine Erkrankung. Rabea beantragte Bürgergeld.......«


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Wer sind die Menschen im Bürgergeld? Immer wieder ist die Rede von sogenannten Totalverweigerern. Doch laut einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit ist ihre Zahl gering. Einigen Berechnungen zufolge sind es weniger als ein Prozent.

Und dieses eine Prozent wird uns täglich um die Ohren geschlagen. Wegen denen werden alle Bezieher des Bürgergeld, auch die, die ihren schnöden Lohn aufstocken müssen weil er vorne und hinten nicht reicht, von christlichen Politikern als Faulenzer bezeichnet.
Die Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, hält die Chancen, einen Job zu finden, derzeit für so schlecht wie nie. Besonders schwer hätten es Berufseinsteiger. Aber das interessiert diese Christen nicht.
Und leider finden die ihre gläubige Gemeinde, die die immer wieder wählt und die, die ganz alternativ die Zustände noch weiter verschlechtern wird.

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