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Weltmarkt im Umbruch

Von Harvey11 Samstag 18.01.2025, 12:13 – geändert Samstag 18.01.2025, 12:29

Bidens Veto gegen Übernahme von US Steel durch japanischen Konkurrenten wirft Schlaglicht auf Probleme der Branche.
Die ganze Welt ruft nach Stahl. Die deutschen Stahlkocher spielen keine Rolle mehr. Andere teilen sich jetzt den Markt unter sich auf.
Auch da mischt, neben Indien, China kräftig mit. So kommt es, dass sich die Verbündeten und "Freunde", die USA und Japan, mächtig in die Wolle bekommen.
Denn Nippon Steel will US Steel übernehmen. US-Präsident Joseph Biden bringt die üblichen »nationaler Sicherheitsbedenken« ins Spiel.
Denn auch in der Rüstung wird viel Stahl benötigt.
Vor allem von der US-Gewerkschaftsseite gibt es Widerstand. »Die geplante Übernahme ist ein Nachweis unternehmerischer Gier, ein Ausverkauf der US-Arbeiter und eine Gefährdung der langfristigen Zukunft der heimischen Stahlindustrie«, schrieben Gewerkschafter. Sie trauen Nippon Steel nicht über den Weg, obwohl der Konzern beteuert, die Beschäftigten schützen zu wollen. Bei den Kritiken dürfte aber auch gekränkter Stolz im Spiel sein: US Steel war einst größter Stahlproduzent weltweit.

Dass ausgerechnet im Musterland des Kapitalismus jemanden unternehmerische Gier vorgeworfen wird, das erheitert mich doch etwas.
Es ist den ehemals Großen nicht gelungen, alle Entwicklungsländer an ihrer Entwicklung zu hindern. Und die sind jetzt auf vielen Gebieten auf der Überhohlspur.
Gerade Deutschland, das jahrelang auf seinen Titel "Exportweltmeister" so stolz war, spürt das jetzt sehr heftig. Zumal erschwerend hinzu kommt, dass im Exportwahn der eigene Binnenmarkt vernachlässigt wurde.
Zwar war man auch hier auf eine errungenen Leistung stolz, die ehemalige Arbeiterpartei hatte den größten Niedriglohnsektor in Europa geschaffen.
Beides zusammen fällt uns jetzt schwer auf den Kopf.
Jetzt fressen sich die Großen gegenseitig auf.
So funktioniert der Kapitalismus. Auch in China hat man das begriffen.
Übrigens, der bejubelte Niedriglohnsektor sorgt für Altersarmut.
Die SPD täte besser daran, sich mit der FDP zu vereinen.


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