Von Harvey11
Freitag 28.11.2025, 11:08 – geändert Freitag 28.11.2025, 11:51
»Die AfD will an diesem Wochenende ihre bundesweite Jugendorganisation neugründen. Welchen Charakter wird diese Parteijugend haben?
Die bisherige, übrigens als rechtsextrem eingestufte AfD-Jugend, die Junge Alternative, hatte sich Anfang des Jahres aufgelöst. In der Neugründung sehen wir einen Versuch, eine faschistische und gewaltbereite Jugendgruppierung wieder salonfähig zu machen. Diese soll mit denselben Faschisten besetzt werden. Dem werden wir uns als breites Bündnis und mit Menschen aus ganz Gießen entgegenstellen. Denn diesem Hass, dieser Hetze und dieser Gewalt gegen Millionen von Menschen, wie beispielsweise migrantische oder queere Personen, werden wir keinen Raum geben. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit hat vor kurzem eine Sammlung der möglichen Kandidaten und Funktionäre veröffentlicht. Lässt sich schon sagen, welche Richtung tonangebend sein könnte?
Für uns geht die geplante Aufstellung genau in die Richtung, die wir erwartet haben. Viele bereits an der JA beteiligte Jungfaschisten werden auch hier wieder in führenden Positionen sein. Und dass sich diese gewaltbereiten Rechtsextremen hier organisieren wollen, dürfen wir nicht zulassen. Da sind wir als gesamte Gesellschaft in der Verantwortung, etwas dagegen zu unternehmen. Genau deswegen werden wir uns dieser Neugründung widersetzen.
Rechnen Sie bei Ihren Aktionen mit staatlichen Eingriffen oder Provokationen auf den Straßen?
Das »Widersetzen«-Bündnis plant, mit über 200 Bussen aus allen Himmelsrichtungen nach Gießen zu fahren. In und um die Stadt werden wir durch massenhafte Sitzblockaden die Neugründung dieser Jugendorganisation verhindern. Auf Provokationen lassen wir uns nicht ein. Unser Aktionskonsens besagt, dass von uns keine Eskalation ausgeht, und alle Menschen, die mit »Widersetzen« in Aktion treten, verpflichten sich mit ihrer Teilnahme, sich daran zu halten. Unser Protest und unsere Protestform sind legitim und wichtig, denn im Kampf gegen den Faschismus können wir uns auf den Staat nicht verlassen. Deswegen nehmen wir Antifaschismus selbst in die Hand......«
Bereits gestern war die Stadt voller Polizei. Was soll das erst morgen geben?
Es wird ja oft erzählt, dass man die Polizei verstehen müsse, die wieder wegen Demonstranten ihr Wochenende kaputt gemacht bekommen.
Warten wir es ab.
Immerhin ist es ja eine politische Veranstaltung und keine Waffenmesse, die das Besitzerehepaar der Hessenhallen auch gerne dort abhält.
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»Die AfD will an diesem Wochenende ihre bundesweite Jugendorganisation neugründen. Welchen Charakter wird diese Parteijugend haben?
Die bisherige, übrigens als rechtsextrem eingestufte AfD-Jugend, die Junge Alternative, hatte sich Anfang des Jahres aufgelöst. In der Neugründung sehen wir einen Versuch, eine faschistische und gewaltbereite Jugendgruppierung wieder salonfähig zu machen. Diese soll mit denselben Faschisten besetzt werden. Dem werden wir uns als breites Bündnis und mit Menschen aus ganz Gießen entgegenstellen. Denn diesem Hass, dieser Hetze und dieser Gewalt gegen Millionen von Menschen, wie beispielsweise migrantische oder queere Personen, werden wir keinen Raum geben. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
Die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit hat vor kurzem eine Sammlung der möglichen Kandidaten und Funktionäre veröffentlicht. Lässt sich schon sagen, welche Richtung tonangebend sein könnte?
Für uns geht die geplante Aufstellung genau in die Richtung, die wir erwartet haben. Viele bereits an der JA beteiligte Jungfaschisten werden auch hier wieder in führenden Positionen sein. Und dass sich diese gewaltbereiten Rechtsextremen hier organisieren wollen, dürfen wir nicht zulassen. Da sind wir als gesamte Gesellschaft in der Verantwortung, etwas dagegen zu unternehmen. Genau deswegen werden wir uns dieser Neugründung widersetzen.
Rechnen Sie bei Ihren Aktionen mit staatlichen Eingriffen oder Provokationen auf den Straßen?
Das »Widersetzen«-Bündnis plant, mit über 200 Bussen aus allen Himmelsrichtungen nach Gießen zu fahren. In und um die Stadt werden wir durch massenhafte Sitzblockaden die Neugründung dieser Jugendorganisation verhindern. Auf Provokationen lassen wir uns nicht ein. Unser Aktionskonsens besagt, dass von uns keine Eskalation ausgeht, und alle Menschen, die mit »Widersetzen« in Aktion treten, verpflichten sich mit ihrer Teilnahme, sich daran zu halten. Unser Protest und unsere Protestform sind legitim und wichtig, denn im Kampf gegen den Faschismus können wir uns auf den Staat nicht verlassen. Deswegen nehmen wir Antifaschismus selbst in die Hand......«
Bereits gestern war die Stadt voller Polizei. Was soll das erst morgen geben?
Es wird ja oft erzählt, dass man die Polizei verstehen müsse, die wieder wegen Demonstranten ihr Wochenende kaputt gemacht bekommen.
Warten wir es ab.
Immerhin ist es ja eine politische Veranstaltung und keine Waffenmesse, die das Besitzerehepaar der Hessenhallen auch gerne dort abhält.
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