Eine neue Webseite der US-Regierung attackiert Reporter und Medienhäuser, die US-Präsident Donald Trump missfallen. Seine Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, man ziehe „die Fake News zur Rechenschaft wie nie zuvor“. Dutzende Medien, Journalisten und einzelne Beiträge werden auf der Seite in einer „Galerie der Schande“ angeprangert. Unter der Überschrift „Irreführend. Voreingenommen. Entlarvt.“ werden bestimmte Medien als „Missetäter der Woche“ deklariert. Eine andere Kategorie klassifiziert Medien als „Wiederholungstäter“, darunter die Leitmedien „Washington Post“, „New York Times“ und „Wall Street Journal“ und die Sender CBS News und CNN. Die Seite ging am vergangenen Freitag online.
Als „Missetäter der Woche“ nannte das Weiße Haus zu Beginn den „Boston Globe“, den britischen „Independent“ und CBS. Diese hätten einen Videoaufruf demokratischer Kongressmitglieder falsch dargestellt. Darin hieß es, Angehörige der Streitkräfte müssten sich illegalen Befehlen widersetzen (siehe Bericht). Das Weiße Haus schreibt dazu, Medien täten so, als habe der Präsident illegale Befehle gegeben. Dabei sei jeder Befehl von Trump gesetzmäßig gewesen.
Das Magazin „Newsweek“ nannte die Kampagne eine „Formalisierung“ von Trumps langjähriger „Kampagne gegen die Mainstream-Medien“. Die angegriffenen Medien seien breiten über das politische Spektrum gestreut. Trump attackiert und beleidigt Berichterstattende immer wieder auch persönlich. Insbesondere Frauen würdigt er dabei herab – etwa als „hässlich“ oder „dumm“. Vor kurzem entgegnete er einer Bloomberg-Reporterin auf eine Frage: „Sei ruhig, Schweinchen.“
Frankfurter Rundschau, 3.12.2025
Vieles beschriebene erinnert an den "Stürmer".
Trotzdem folgt der Wertewesten (klaglos oder gewissenlos?) dem Führer der "freien" Welt und erfüllt auch seine finanziellen Forderungen.
Wohin lassen wir uns schieben?
Neue Webseite mit Angriffen auf Presse
Eine neue Webseite der US-Regierung attackiert Reporter und Medienhäuser, die US-Präsident Donald Trump missfallen. Seine Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, man ziehe „die Fake News zur Rechenschaft wie nie zuvor“. Dutzende Medien, Journalisten und einzelne Beiträge werden auf der Seite in einer „Galerie der Schande“ angeprangert. Unter der Überschrift „Irreführend. Voreingenommen. Entlarvt.“ werden bestimmte Medien als „Missetäter der Woche“ deklariert. Eine andere Kategorie klassifiziert Medien als „Wiederholungstäter“, darunter die Leitmedien „Washington Post“, „New York Times“ und „Wall Street Journal“ und die Sender CBS News und CNN. Die Seite ging am vergangenen Freitag online.
Als „Missetäter der Woche“ nannte das Weiße Haus zu Beginn den „Boston Globe“, den britischen „Independent“ und CBS. Diese hätten einen Videoaufruf demokratischer Kongressmitglieder falsch dargestellt. Darin hieß es, Angehörige der Streitkräfte müssten sich illegalen Befehlen widersetzen (siehe Bericht). Das Weiße Haus schreibt dazu, Medien täten so, als habe der Präsident illegale Befehle gegeben. Dabei sei jeder Befehl von Trump gesetzmäßig gewesen.
Das Magazin „Newsweek“ nannte die Kampagne eine „Formalisierung“ von Trumps langjähriger „Kampagne gegen die Mainstream-Medien“. Die angegriffenen Medien seien breiten über das politische Spektrum gestreut. Trump attackiert und beleidigt Berichterstattende immer wieder auch persönlich. Insbesondere Frauen würdigt er dabei herab – etwa als „hässlich“ oder „dumm“. Vor kurzem entgegnete er einer Bloomberg-Reporterin auf eine Frage: „Sei ruhig, Schweinchen.“
Frankfurter Rundschau, 3.12.2025
Vieles beschriebene erinnert an den "Stürmer".
Trotzdem folgt der Wertewesten (klaglos oder gewissenlos?) dem Führer der "freien" Welt und erfüllt auch seine finanziellen Forderungen.
Wohin lassen wir uns schieben?