Wow, die Märkischsand-Metropole Potsdam hat es ins Radio Bielefeld geschafft! Grund der Provinzposse ist eine Propagandafarce der besonderen Art. 150 Soldaten und Reservisten der Bundeswehr haben nämlich Freigang und nutzen den zum frisch-fromm-fröhlichen Wandern. Das dauert genau vier Tage und im Marschgepäck finden wir Deutschlandfahnen und mediale Paparazzi. Radio Bielefeld setzt dazu folgende Meldung ab: »Die Strecke umfasst rund 120 Kilometer – für 120 Bundeswehr-Angehörige, die seit 1955, also seit Bestehen der Bundeswehr, bei Auslandseinsätzen starben.«
Ein Gedenkmarsch also, wobei wir da bedenken sollten: Das Sterben begann erst 1993, also 48 Jahre nach der Gründung der Bundeswehr. 1955 begrüßte man noch 40.000 Generale, Offiziere und Unteroffiziere der faschistischen Wehrmacht als Gründungsmitglieder. Und heutzutage ist Personal knapp. Sterben fürs Vaterland ist nicht mehr so populär wie anno 1914. Selbst 1939 war der Heldentod verpönt. Erst der Propagandakrieg im Inneren des Deutschen Reiches nebst den Blitzkrieg-Erfolgen rüttelte »den deutschen Geist« wieder wach. Und nur darum geht es bei solchen Veranstaltungen wie dieser Wallfahrt durch das Kernland des preußischen Militarismus.
Das muss man so sehen: Alle Werbeoffensiven scheinen nutzlos zu sein und vor einer Wehrpflicht scheint man noch einen Bogen zu machen.
Da könnten solche Werbe-Wander-Wochen vielleicht helfen.
Vielleicht fährt ja auch eine Gulaschkanone mit die den staunenden Zuschauern zeugt, wie schmackhaft die Soldaten ernährt werden. Wenn das Ablaufdatum immer näher kommt könnten ja auch die betroffenen EPAs unter das interessierte Volk verteilt werden.
Was tut man nicht alles, um im Volk die Kriegslust wieder zu wecken.
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Wow, die Märkischsand-Metropole Potsdam hat es ins Radio Bielefeld geschafft! Grund der Provinzposse ist eine Propagandafarce der besonderen Art. 150 Soldaten und Reservisten der Bundeswehr haben nämlich Freigang und nutzen den zum frisch-fromm-fröhlichen Wandern. Das dauert genau vier Tage und im Marschgepäck finden wir Deutschlandfahnen und mediale Paparazzi. Radio Bielefeld setzt dazu folgende Meldung ab: »Die Strecke umfasst rund 120 Kilometer – für 120 Bundeswehr-Angehörige, die seit 1955, also seit Bestehen der Bundeswehr, bei Auslandseinsätzen starben.«
Ein Gedenkmarsch also, wobei wir da bedenken sollten: Das Sterben begann erst 1993, also 48 Jahre nach der Gründung der Bundeswehr. 1955 begrüßte man noch 40.000 Generale, Offiziere und Unteroffiziere der faschistischen Wehrmacht als Gründungsmitglieder. Und heutzutage ist Personal knapp. Sterben fürs Vaterland ist nicht mehr so populär wie anno 1914. Selbst 1939 war der Heldentod verpönt. Erst der Propagandakrieg im Inneren des Deutschen Reiches nebst den Blitzkrieg-Erfolgen rüttelte »den deutschen Geist« wieder wach. Und nur darum geht es bei solchen Veranstaltungen wie dieser Wallfahrt durch das Kernland des preußischen Militarismus.
Das muss man so sehen: Alle Werbeoffensiven scheinen nutzlos zu sein und vor einer Wehrpflicht scheint man noch einen Bogen zu machen.
Da könnten solche Werbe-Wander-Wochen vielleicht helfen.
Vielleicht fährt ja auch eine Gulaschkanone mit die den staunenden Zuschauern zeugt, wie schmackhaft die Soldaten ernährt werden. Wenn das Ablaufdatum immer näher kommt könnten ja auch die betroffenen EPAs unter das interessierte Volk verteilt werden.
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