Fachleute sehen geringeres Kriegsrisiko
von Adrian Kaske, Frankfurter Rundschau 2.4.2025
Eine Gruppe von Sicherheits- und Militärexperten kritisiert den Ton der aktuellen sicherheitspolitischen Debatte in Deutschland. Diese habe „Maß und Mitte“ verloren. „Der derzeit verbreitete Alarmismus in Teilen der Politik und der Medien ist nicht plausibel und basiert auf keiner seriösen Bedrohungsanalyse“, heißt es in der Stellungnahme. Unterzeichnet und verfasst wurde sie von Prof. Dr. Johannes Varwick, Politikwissenschaftler an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und vierzehn anderen Experten.
Sie kritisieren, dass sich einige Wortführer in der öffentlichen Debatte „geradezu in einen Rausch“ redeten. Auch Geheimdiensteinschätzungen, die aggressive Pläne Russlands stark betonen, seien „nicht nachvollziehbar“. Dagegen, so die Unterzeichner, spreche bei nüchterner Betrachtung wenig dafür, dass Russland sich mit der Nato militärisch anlegen und deren Territorium angreifen könnte oder das tun wolle. Das von Wladimir Putin regierte Land sei eine „beherrschbare militärische Bedrohung“, die Nato sei „heute und auf absehbare Zeit in praktisch allen militärischen Belangen ungleich stärker als Russland“.
Die Autoren plädieren dafür, verbal abzurüsten. „Die derzeitig verbreitete Panikstimmung“ löse Europas Sicherheitsprobleme nicht. „Wichtiger wäre, den Krieg in der Ukraine mithilfe kluger politischer Kompromisse über Verhandlungen zu beenden.“ Die solle Politik stattdessen besser „eine Stabilisierung der europäischen Sicherheitsarchitektur“ anstreben, in der auch Rüstungskontrolle, vertrauensbildende Maßnahmen und Diplomatie wieder eine zentrale Rolle spielen sollen.
Gleichzeitig räumen die Fachleute ein, dass eine verteidigungsfähige Bundeswehr und eine Verbesserung der sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit Europas „unstrittig notwendig“ seien. Dazu gehörten Investitionen „in eine defensive Ausstattung der Streitkräfte“ und „eine möglichst einheitliche europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik.“ Dass Russland über die Ukraine hinaus aggressive Absichten hege, sei möglich. „Hybride Bedrohungen“ finden die Experten aber diesbezüglich plausibler als klassisch militärische Konfrontationen.
……………..
„Der derzeit verbreitete Alarmismus in Teilen der Politik und der Medien ist nicht plausibel und basiert auf keiner seriösen Bedrohungsanalyse“, heißt es in der Stellungnahme.
Sonderbar, da gibt es aber auch Fachleute, die sogar das Datum wissen, wann der Russe uns angreift. Gleichzeitig macht man sich sogar lustig über ihn, weil er selbst gegen die Ukraine nicht fertig wird.
Da gibt es schon Widersprüche. Wie in einem Prozess, in dem jede Partei ihre Fachleute auffährt.
Die wildesten Kriegspropheten treffen sich regelmäßig zur Verlaufsmesse der Rüstungsunternehmen, genannt Münchener Sicherheitskonferenz. Die nur dazu dient, die eigenen Gewinne zu sichern.
Und damit das Volk, dass das alles bezahlen soll, auch schön artig ist, bekommt er die Geschichten vom bösen Russen erzählt, der gleich an die Tür klopft. Wie vor vielen Jahren der Nikolaus mit einem Knecht Ruprecht mit der Rute. Das funktioniert auch bei den Großen noch.
Nur bei unserem ewigen Freund, der tatsächlich wild an fremde Türen klopft, sind wir sehr still. Weil der nur spielen will?
Fachleute sehen geringeres Kriegsrisiko
von Adrian Kaske, Frankfurter Rundschau 2.4.2025
Eine Gruppe von Sicherheits- und Militärexperten kritisiert den Ton der aktuellen sicherheitspolitischen Debatte in Deutschland. Diese habe „Maß und Mitte“ verloren. „Der derzeit verbreitete Alarmismus in Teilen der Politik und der Medien ist nicht plausibel und basiert auf keiner seriösen Bedrohungsanalyse“, heißt es in der Stellungnahme. Unterzeichnet und verfasst wurde sie von Prof. Dr. Johannes Varwick, Politikwissenschaftler an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und vierzehn anderen Experten.
Sie kritisieren, dass sich einige Wortführer in der öffentlichen Debatte „geradezu in einen Rausch“ redeten. Auch Geheimdiensteinschätzungen, die aggressive Pläne Russlands stark betonen, seien „nicht nachvollziehbar“. Dagegen, so die Unterzeichner, spreche bei nüchterner Betrachtung wenig dafür, dass Russland sich mit der Nato militärisch anlegen und deren Territorium angreifen könnte oder das tun wolle. Das von Wladimir Putin regierte Land sei eine „beherrschbare militärische Bedrohung“, die Nato sei „heute und auf absehbare Zeit in praktisch allen militärischen Belangen ungleich stärker als Russland“.
Die Autoren plädieren dafür, verbal abzurüsten. „Die derzeitig verbreitete Panikstimmung“ löse Europas Sicherheitsprobleme nicht. „Wichtiger wäre, den Krieg in der Ukraine mithilfe kluger politischer Kompromisse über Verhandlungen zu beenden.“ Die solle Politik stattdessen besser „eine Stabilisierung der europäischen Sicherheitsarchitektur“ anstreben, in der auch Rüstungskontrolle, vertrauensbildende Maßnahmen und Diplomatie wieder eine zentrale Rolle spielen sollen.
Gleichzeitig räumen die Fachleute ein, dass eine verteidigungsfähige Bundeswehr und eine Verbesserung der sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit Europas „unstrittig notwendig“ seien. Dazu gehörten Investitionen „in eine defensive Ausstattung der Streitkräfte“ und „eine möglichst einheitliche europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik.“ Dass Russland über die Ukraine hinaus aggressive Absichten hege, sei möglich. „Hybride Bedrohungen“ finden die Experten aber diesbezüglich plausibler als klassisch militärische Konfrontationen.
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„Der derzeit verbreitete Alarmismus in Teilen der Politik und der Medien ist nicht plausibel und basiert auf keiner seriösen Bedrohungsanalyse“, heißt es in der Stellungnahme.
Sonderbar, da gibt es aber auch Fachleute, die sogar das Datum wissen, wann der Russe uns angreift. Gleichzeitig macht man sich sogar lustig über ihn, weil er selbst gegen die Ukraine nicht fertig wird.
Da gibt es schon Widersprüche. Wie in einem Prozess, in dem jede Partei ihre Fachleute auffährt.
Die wildesten Kriegspropheten treffen sich regelmäßig zur Verlaufsmesse der Rüstungsunternehmen, genannt Münchener Sicherheitskonferenz. Die nur dazu dient, die eigenen Gewinne zu sichern.
Und damit das Volk, dass das alles bezahlen soll, auch schön artig ist, bekommt er die Geschichten vom bösen Russen erzählt, der gleich an die Tür klopft. Wie vor vielen Jahren der Nikolaus mit einem Knecht Ruprecht mit der Rute. Das funktioniert auch bei den Großen noch.
Nur bei unserem ewigen Freund, der tatsächlich wild an fremde Türen klopft, sind wir sehr still. Weil der nur spielen will?