Deutschlands langjährige Handelsbilanz fällt uns nun auf die Füße.
»Hier kommt ein Zitat aus dem Schatzkästlein des Donald Trump: „Die Europäische Union wurde aus einem einzigen Grund gegründet: (...) um die Vereinigten Staaten abzuzocken.“ So oder ähnlich sagt es der autoritäre Nationalkapitalist seit Jahren, und als er in diesem Jahr begann, sein Land mit einer Mauer aus Zöllen zu umgeben, sagte er es wieder.
Natürlich wurde die EU nicht gegründet, um ausgerechnet die USA „abzuzocken“. Aber leider gibt es Anlass, unter den Trümmern der von Trump angegriffenen Welthandelsordnung nach einem Körnchen Wahrheit zu suchen.
Auf seine plump-provokante Art spielt der US-Präsident auf reale Verhältnisse an. Seit Jahren weisen kritische Fachkundige auf die Risiken einer einseitigen Exportorientierung der deutschen Wirtschaft (und der sie stützenden Politik) hin: Die daraus entstehenden Überschüsse in der deutschen (und europäischen) Handelsbilanz kommen anderswo als Defizite an. Vereinfacht gesagt: Die Löhne und Gewinne der deutschen Autoindustrie haben China, die USA und viele andere für lange Zeit bezahlt, nicht selten auf Pump.
Dass die schwache Statik dieses Systems zusammenbrechen könnte, wenn China die eigenen Autos baut und die USA sich irgendwann querlegen – Warnungen davor hat es seit vielen Jahren gegeben, die ungehörte Forderung nach stärkerer Orientierung am Binnenmarkt ist fast so alt wie die Handelsbilanz-Überschüsse Deutschlands. Es tut richtig weh, dabei zuzuschauen, wie uns ein werdender Despot nun die Rechnung präsentiert.«
Soll ich mich jetzt darüber freuen, dass das eintritt, wofür ich früher als Spinner bezeichnet worden bin?
Dass der jährlich angestrebte Titel des "Eportweltmeister" anderswo die Wirtschaft ruiniert? Aber aus lauter Egoismus wollte man davon nichts hören.
Selber fressen macht fett.
Nachdem man auch den Binnenmarkt ruiniert hat kann der uns auch nicht mehr retten.
Wie sang Hilde Knef so treffend: "Von nun an gehts bergab."
Wer ist schuld? Die Ausländer. Die kaufen uns nichts mehr ab.
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Deutschlands langjährige Handelsbilanz fällt uns nun auf die Füße.
»Hier kommt ein Zitat aus dem Schatzkästlein des Donald Trump: „Die Europäische Union wurde aus einem einzigen Grund gegründet: (...) um die Vereinigten Staaten abzuzocken.“ So oder ähnlich sagt es der autoritäre Nationalkapitalist seit Jahren, und als er in diesem Jahr begann, sein Land mit einer Mauer aus Zöllen zu umgeben, sagte er es wieder.
Natürlich wurde die EU nicht gegründet, um ausgerechnet die USA „abzuzocken“. Aber leider gibt es Anlass, unter den Trümmern der von Trump angegriffenen Welthandelsordnung nach einem Körnchen Wahrheit zu suchen.
Auf seine plump-provokante Art spielt der US-Präsident auf reale Verhältnisse an. Seit Jahren weisen kritische Fachkundige auf die Risiken einer einseitigen Exportorientierung der deutschen Wirtschaft (und der sie stützenden Politik) hin: Die daraus entstehenden Überschüsse in der deutschen (und europäischen) Handelsbilanz kommen anderswo als Defizite an. Vereinfacht gesagt: Die Löhne und Gewinne der deutschen Autoindustrie haben China, die USA und viele andere für lange Zeit bezahlt, nicht selten auf Pump.
Dass die schwache Statik dieses Systems zusammenbrechen könnte, wenn China die eigenen Autos baut und die USA sich irgendwann querlegen – Warnungen davor hat es seit vielen Jahren gegeben, die ungehörte Forderung nach stärkerer Orientierung am Binnenmarkt ist fast so alt wie die Handelsbilanz-Überschüsse Deutschlands. Es tut richtig weh, dabei zuzuschauen, wie uns ein werdender Despot nun die Rechnung präsentiert.«
Soll ich mich jetzt darüber freuen, dass das eintritt, wofür ich früher als Spinner bezeichnet worden bin?
Dass der jährlich angestrebte Titel des "Eportweltmeister" anderswo die Wirtschaft ruiniert? Aber aus lauter Egoismus wollte man davon nichts hören.
Selber fressen macht fett.
Nachdem man auch den Binnenmarkt ruiniert hat kann der uns auch nicht mehr retten.
Wie sang Hilde Knef so treffend: "Von nun an gehts bergab."
Wer ist schuld? Die Ausländer. Die kaufen uns nichts mehr ab.
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