Die US-Annexionspläne für Grönland dominieren das Weltwirtschaftsforum. Die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine über ein Kriegsende rücken in den Hintergrund. Kann es so überhaupt Fortschritte geben?
Eine Anwohnerin von Kiew zuckte beinahe mit den Schultern, als sie am Dienstag einer ukrainischen Reporterin ihre Energiesituation schilderte. "Das war schon der achte Luftangriff in letzter Zeit. Wenn Drohnen heranfliegen, können wir das mittlerweile am Geräusch erkennen." Dieses Mal sei die Explosion sehr laut gewesen, erzählt sie. "Da waren sicherlich Raketen dabei. Nun ja, jetzt haben wir keinen Strom und keine Heizung."
In der Nacht zuvor hatte Russland die Ukraine erneut mit heftigen Luftschlägen überzogen. In der Hauptstadt fielen flächendeckend erneut Strom, Heizung und Wasserversorgung aus - bei anhaltend zweistelligen Minusgraden.
Präsident Wolodymyr Selenskyj veranlassten die Angriffe, abermals größeren ökonomischen Druck auf Russland zu fordern. Zudem weist laut Experten die Flugabwehr der Ukraine immer größere Lücken auf. Auch darauf nahm Selenskyj Bezug. Seine Worte scheinen aber selbst bei ukrainischen Partnern derzeit wenig Gehör zu finden, was Selenskyj gegenüber Journalisten unverblümt einräumte.
Während sich die Situation rund um Grönland zuspitzt, rücken die zuletzt noch als weit fortgeschritten bezeichneten Gespräche zwischen Kiew und Washington über ein mögliches Kriegsende in den Hintergrund.
Kontakt zwischen beiden Seiten gab es gleichwohl. Vor einigen Tagen traf eine ukrainische Delegation den Trump-Vertrauten Steve Witkoff in den USA. Vorgesehen war auch, dass sich Selenskyj und der US-Präsident auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos treffen würden. Bestätigt ist das bisher nicht.
Kolportiert wurde sogar ein möglicher bilateraler 800 Milliarden US-Dollar schwerer Vertrag über den Wiederaufbau der Ukraine, auf den Selenskyj anspielte: "Sowohl der Wiederaufbauplan als auch die Sicherheitsgarantien sind äußerst wichtige Dokumente."
Er sei den amerikanisch-ukrainischen Teams dankbar, dass sie daran gearbeitet hätten, so Selenskyj. "Wir sind auf der Zielgeraden, um die Dokumente fertigzustellen. Wenn sie fertig sind, wird es ein Treffen und eine Reise geben."
Das klang nicht danach, als würde Selenskyj in jedem Fall in die Schweiz reisen. Offiziell hatte er zudem der Energiesituation in seinem Land Vorrang eingeräumt. Manche Beobachter in der Ukraine sehen aber Hinweise, dass Selenskyj nicht auf offener Bühne zwischen die Fronten geraten will.
Der Publizist Witalij Portnikow formulierte es auf seinem YouTube-Kanal so: "Ein Treffen zwischen Trump und Selenskyj würde im Lichte einer Konfrontation zwischen unseren Verbündeten stattfinden, den USA und Europa. In der Schweiz dürfte Europa dieses Mal nicht nur schmeichelnde Worte gegenüber Trump wählen, nur um ihn nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen."
Zu Trumps geforderter Annexion der autonomen, aber zu Dänemark gehörenden Insel hat sich Selenskyj vorsichtig geäußert. Er respektiere das Prinzip der territorialen Integrität und wünsche sich, dass Trump Europa zuhöre. Die Sorge vor einem Bruch zwischen den USA und Europa war da herauszuhören.
Eine Sorge, die Kommentator Portnikow konkreter formulierte: "Trump könnte Außenminister Rubio fragen, warum er sich noch mit europäischen Sicherheitsfragen befasst, während Europa beim Thema Grönland nicht auf Trumps Forderung eingeht. Und die Ukraine könnte bald vor der Wahl stehen, auf wessen Seite sie sich in der Causa Grönland stellt."
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Auch dieser Krieg verschwindet langsam aus der Öffentlichkeit und Selenskyj macht sich langsam immer größere Sorgen.
Seine Luftabwehr zeige immer mehr Lücken was auch zeigt, dass bei den Finanziers plötzlich neuer Freund aufgetaucht ist, der deren Geldströme in seine Richtung lenkt. Der schert sich keinen Deut um die Ukraine. Da sind auch seine neuen Forderungen nach weiterem ökonomischen Druck gegen den Feind sinnlos. Denn die Kriegswilligen haben gerade mit dem ökonomischen Druck zu kämpfen, den der Freund ausübt.
Ein schöner Ausflug mit der Sammelbüchse nach Davos wäre da sinnlos. Vermutlich würde er dort wie ein vergessener Schirm in der Gegend stehen.
Er muss abwarten bis Trump ihm erklärt, was er mit ihm vorhabe. Und er muss abwarten, wie seine Finanziers weiterhin zu Trump stehen.
Denn "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing". Das verstehen auch Politiker sehr gut.
Die US-Annexionspläne für Grönland dominieren das Weltwirtschaftsforum. Die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine über ein Kriegsende rücken in den Hintergrund. Kann es so überhaupt Fortschritte geben?
Eine Anwohnerin von Kiew zuckte beinahe mit den Schultern, als sie am Dienstag einer ukrainischen Reporterin ihre Energiesituation schilderte. "Das war schon der achte Luftangriff in letzter Zeit. Wenn Drohnen heranfliegen, können wir das mittlerweile am Geräusch erkennen." Dieses Mal sei die Explosion sehr laut gewesen, erzählt sie. "Da waren sicherlich Raketen dabei. Nun ja, jetzt haben wir keinen Strom und keine Heizung."
In der Nacht zuvor hatte Russland die Ukraine erneut mit heftigen Luftschlägen überzogen. In der Hauptstadt fielen flächendeckend erneut Strom, Heizung und Wasserversorgung aus - bei anhaltend zweistelligen Minusgraden.
Präsident Wolodymyr Selenskyj veranlassten die Angriffe, abermals größeren ökonomischen Druck auf Russland zu fordern. Zudem weist laut Experten die Flugabwehr der Ukraine immer größere Lücken auf. Auch darauf nahm Selenskyj Bezug. Seine Worte scheinen aber selbst bei ukrainischen Partnern derzeit wenig Gehör zu finden, was Selenskyj gegenüber Journalisten unverblümt einräumte.
Während sich die Situation rund um Grönland zuspitzt, rücken die zuletzt noch als weit fortgeschritten bezeichneten Gespräche zwischen Kiew und Washington über ein mögliches Kriegsende in den Hintergrund.
Kontakt zwischen beiden Seiten gab es gleichwohl. Vor einigen Tagen traf eine ukrainische Delegation den Trump-Vertrauten Steve Witkoff in den USA. Vorgesehen war auch, dass sich Selenskyj und der US-Präsident auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos treffen würden. Bestätigt ist das bisher nicht.
Kolportiert wurde sogar ein möglicher bilateraler 800 Milliarden US-Dollar schwerer Vertrag über den Wiederaufbau der Ukraine, auf den Selenskyj anspielte: "Sowohl der Wiederaufbauplan als auch die Sicherheitsgarantien sind äußerst wichtige Dokumente."
Er sei den amerikanisch-ukrainischen Teams dankbar, dass sie daran gearbeitet hätten, so Selenskyj. "Wir sind auf der Zielgeraden, um die Dokumente fertigzustellen. Wenn sie fertig sind, wird es ein Treffen und eine Reise geben."
Das klang nicht danach, als würde Selenskyj in jedem Fall in die Schweiz reisen. Offiziell hatte er zudem der Energiesituation in seinem Land Vorrang eingeräumt. Manche Beobachter in der Ukraine sehen aber Hinweise, dass Selenskyj nicht auf offener Bühne zwischen die Fronten geraten will.
Der Publizist Witalij Portnikow formulierte es auf seinem YouTube-Kanal so: "Ein Treffen zwischen Trump und Selenskyj würde im Lichte einer Konfrontation zwischen unseren Verbündeten stattfinden, den USA und Europa. In der Schweiz dürfte Europa dieses Mal nicht nur schmeichelnde Worte gegenüber Trump wählen, nur um ihn nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen."
Zu Trumps geforderter Annexion der autonomen, aber zu Dänemark gehörenden Insel hat sich Selenskyj vorsichtig geäußert. Er respektiere das Prinzip der territorialen Integrität und wünsche sich, dass Trump Europa zuhöre. Die Sorge vor einem Bruch zwischen den USA und Europa war da herauszuhören.
Eine Sorge, die Kommentator Portnikow konkreter formulierte: "Trump könnte Außenminister Rubio fragen, warum er sich noch mit europäischen Sicherheitsfragen befasst, während Europa beim Thema Grönland nicht auf Trumps Forderung eingeht. Und die Ukraine könnte bald vor der Wahl stehen, auf wessen Seite sie sich in der Causa Grönland stellt."
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Auch dieser Krieg verschwindet langsam aus der Öffentlichkeit und Selenskyj macht sich langsam immer größere Sorgen.
Seine Luftabwehr zeige immer mehr Lücken was auch zeigt, dass bei den Finanziers plötzlich neuer Freund aufgetaucht ist, der deren Geldströme in seine Richtung lenkt. Der schert sich keinen Deut um die Ukraine. Da sind auch seine neuen Forderungen nach weiterem ökonomischen Druck gegen den Feind sinnlos. Denn die Kriegswilligen haben gerade mit dem ökonomischen Druck zu kämpfen, den der Freund ausübt.
Ein schöner Ausflug mit der Sammelbüchse nach Davos wäre da sinnlos. Vermutlich würde er dort wie ein vergessener Schirm in der Gegend stehen.
Er muss abwarten bis Trump ihm erklärt, was er mit ihm vorhabe. Und er muss abwarten, wie seine Finanziers weiterhin zu Trump stehen.
Denn "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing". Das verstehen auch Politiker sehr gut.