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Wartung von schweren Waffen der Ukraine

Von Feierabend-Mitglied Dienstag 13.12.2022, 08:52 – geändert Dienstag 13.12.2022, 08:56

Kürzlich wurde hier ein Beitrag eingestellt, worin kritisch erwähnt wurde, dass in der Ukraine nicht alle Waffen einsatzfähig sind und der Eindruck von Qualitätsmängeln erweckt. Deshalb finde ich diesen Artikel sehr aufschlussreich, da er bezüglich Wartung klare Aussagen macht, die hier bisher nicht zu lesen waren. Interessant finde ich auch die Forderung von Polen bezüglich deutscher Waffen..

"viele westliche Länder unterstützen die Ukraine im russischen Angriffskrieg mit Waffenlieferungen. Ein Problem für Kiew ist allerdings, dass diese nicht immer komplett zur Verfügung stehen – weil sie gewartet werden müssen. Und das geschieht, so schreibt es das „Wall Street Journal“, in einigen Fällen schon mal Hunderte Kilometer von der Front entfernt.

Der Grund dafür: Wegen der Komplexität der Waffen oder aus Geheimhaltungsgründen müsse die Wartung teils auf Nato-Gebiet stattfinden. Am stärksten davon betroffen sei schwere Artillerie. Fielen etwa Haubitzen – wie die deutsche Panzerhaubitze 2000, die britische M777 und die französische Caesar – aus, so müssten sie in 90 Prozent der Fälle außerhalb der Ukraine gewartet werden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ukrainische Offiziere und westliche Beamte.

Laut dem Bericht befänden sich derzeit weniger als 50 Prozent der gelieferten PzH-2000-Panzerhaubitzen an der Front, da diese zur Wartung oder Reparatur bis nach Litauen gebracht werden müssten – also weit entfernt von der Front in der Südukraine. Deutschland hat 14 dieser Haubitzen bisher geliefert, die Niederlande fünf.

Ein weiterer Grund für die weit entfernte Wartung liegt laut „Wall Street Journal“ an europäischen Streitigkeiten. So würden etwa Länder wie die USA und Großbritannien ihre Waffen in Polen warten. Den Deutschen allerdings habe Warschau die Einrichtung eines solchen Wartungszentrums im Land verweigert und stattdessen verlangt, vertrauliche technische Informationen zur Verfügung zu stellen, damit ein staatlich kontrolliertes polnisches Unternehmen die Arbeiten übernehmen könne. Die Zeitung zitiert drei hochrangige, mit den Verhandlungen vertraute Beamte, die erklärten, die Forderungen Warschaus seien inakzeptabel.

Eine Lösung für die Problematik scheint nun die Slowakei zu sein. Dort hat ein neues Reparaturzentrum seine Arbeit aufgenommen. Das hatte Brigadegeneral Christian Freuding, Leiter des Sonderstabes Ukraine im Verteidigungsministerium, der Deutschen Presse-Agentur am Montag mitgeteilt. Der Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann organisiert in der Region nun die Instandsetzung der verschlissenen oder beschädigten Großwaffen, wie eben jener Panzerhaubitze 2000. "

Quelle Newsletter Tagesspiegel

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