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Vorfall im Westjordanland

Von Dieter_Bowlen 05.11.2023, 22:08 – geändert 05.11.2023, 22:11

ARD-Team von israelischen Soldaten festgehalten und bedroht.

Die Soldaten haben uns mit ihren Waffen bedroht und uns gefragt, ob wir Juden seien. Unsere Kollegin wurde als Verräterin beschimpft. Journalistinnen und Journalisten, die über Dinge berichten wollen, die im Westjordanland im Schatten des Gaza-Krieges passieren, sollen offenbar daran gehindert werden. Und das Ganze im Namen der israelischen Streitkräfte. Erst nach mehr als einer Stunde entspannte sich die Situation.

Das ARD-Team war vor Ort, um über Gewalt radikaler Siedler gegen Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland zu berichten. Zahlreiche Fälle sind dokumentiert.

Für Christian Limpert, Leiter des ARD-Studios Tel Aviv, handelt es sich bei dem Fall um einen Versuch, die Berichterstattung aus dem palästinensischen Westjordanland massiv zu behindern, auch andere internationale Medien seien betroffen.

Für uns ist es der zweite Vorfall innerhalb einer Woche. Unser Team hat sich klar als akkreditierte Pressevertreter ausgewiesen und war fernab militärischer Sicherheitsbereiche. Wir können das Vorgehen des israelischen Militärs nicht akzeptieren.


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