Von Harvey11
Donnerstag 12.06.2025, 10:41 – geändert Donnerstag 12.06.2025, 10:42
Ukraine, Handel, Sanktionen: Gesprächsthemen für die EU und die USA beim G7-Gipfel gibt es einige. Doch obwohl einige EU-Staatschef persönliche Beziehungen zu US-Präsident Trump aufgebaut haben, bleiben die Erwartungen niedrig.
Vor acht Jahren haben europäische Staats- und Regierungschefinnen und -chefs im sizilianischen Taormina zum ersten Mal US-Präsident Donald Trump bei einem G7-Gipfel erlebt. Einige waren sichtlich beeindruckt. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte danach beim Auftritt in einem Bierzelt bei München, dass die Zeiten vorbei seien, in denen sich Europa auf andere verlassen könne. Stattdessen, so Merkel, müssten die Europäer ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Diese Erkenntnis von 2017 hat sich längst in der Europäischen Union durchgesetzt - spätestens seitdem Trump zum zweiten Mal ins Weißen Haus eingezogen ist und sich der wichtigste Handelspartner und frühere Sicherheitsgarant USA immer mehr von Europa abwendet.
Trotz niedriger Erwartung, alle warten auf die Ankunft des Guru, des großen Herrn und Meisters, des Führers der freien Welt.
Seit Trumps Amtsantritt dringt Europa auf einen Platz am Verhandlungstisch, wenn es um die Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine geht. Im G7-Format sitzen sie demnächst alle mit ihm am Tisch. Aber das garantiert ihnen nach Ansicht von Majda Ruge von der Denkfabrik European Council on Foreign Relations (ECFR) keinen größeren Einfluss auf die US-Ukraine-Politik: "Bisher gibt es keine gemeinsame Strategie und ehrlich gesagt scheinen im Moment die strategischen Ziele der USA in Bezug auf Ukraine und Russland nicht mehr mit den EU-Zielen übereinzustimmen."
So wird es kommen. Die Europäer werden zappelig sich melden, ums Wort bitten - aber nichts zu melden haben. Trump wird milde oder spöttisch lächeln. Es wird seine Bühne sein.
Und der Tagungsort wird wir Fort Knox gesichert sein.
Denn mittlerweile müssen viele Anführer von der Völkern Angst vor ihrem Volk haben.
Im Grunde ist das Grundthema wie immer bei G7, wie können wir unsere Vormachtstellung gegen die Kleinen verteidigen und auf deren Kosten weiter ausbauen.
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Ukraine, Handel, Sanktionen: Gesprächsthemen für die EU und die USA beim G7-Gipfel gibt es einige. Doch obwohl einige EU-Staatschef persönliche Beziehungen zu US-Präsident Trump aufgebaut haben, bleiben die Erwartungen niedrig.
Vor acht Jahren haben europäische Staats- und Regierungschefinnen und -chefs im sizilianischen Taormina zum ersten Mal US-Präsident Donald Trump bei einem G7-Gipfel erlebt. Einige waren sichtlich beeindruckt. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte danach beim Auftritt in einem Bierzelt bei München, dass die Zeiten vorbei seien, in denen sich Europa auf andere verlassen könne. Stattdessen, so Merkel, müssten die Europäer ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen. Diese Erkenntnis von 2017 hat sich längst in der Europäischen Union durchgesetzt - spätestens seitdem Trump zum zweiten Mal ins Weißen Haus eingezogen ist und sich der wichtigste Handelspartner und frühere Sicherheitsgarant USA immer mehr von Europa abwendet.
Trotz niedriger Erwartung, alle warten auf die Ankunft des Guru, des großen Herrn und Meisters, des Führers der freien Welt.
Seit Trumps Amtsantritt dringt Europa auf einen Platz am Verhandlungstisch, wenn es um die Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine geht. Im G7-Format sitzen sie demnächst alle mit ihm am Tisch. Aber das garantiert ihnen nach Ansicht von Majda Ruge von der Denkfabrik European Council on Foreign Relations (ECFR) keinen größeren Einfluss auf die US-Ukraine-Politik: "Bisher gibt es keine gemeinsame Strategie und ehrlich gesagt scheinen im Moment die strategischen Ziele der USA in Bezug auf Ukraine und Russland nicht mehr mit den EU-Zielen übereinzustimmen."
So wird es kommen. Die Europäer werden zappelig sich melden, ums Wort bitten - aber nichts zu melden haben. Trump wird milde oder spöttisch lächeln. Es wird seine Bühne sein.
Und der Tagungsort wird wir Fort Knox gesichert sein.
Denn mittlerweile müssen viele Anführer von der Völkern Angst vor ihrem Volk haben.
Im Grunde ist das Grundthema wie immer bei G7, wie können wir unsere Vormachtstellung gegen die Kleinen verteidigen und auf deren Kosten weiter ausbauen.
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