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Verrammelte Kliniken

Von Harvey11 Donnerstag 18.12.2025, 12:21

Im laufenden Jahr haben bundesweit 13 Krankenhäuser geschlossen. Vor allem öffentliche Grundversorger verschwinden, Privatkonzerne auf Gewinnkurs

»Wem sein Bein lieb ist, der sollte einen Bogen um deutsche Krankenhäuser machen. Bei arteriellen Verschlusskrankheiten geht die Tendenz seit Jahren dahin, eher früher als gar nicht zu amputieren. Warum? Eine Erhaltungstherapie rentiert sich einfach nicht – für die Betreiber. Der Weg-damit-Trend zeigt sich auch bei den Kliniken selbst. Im Jahr 2025 wurde an bis dato 13 Standorten der Betrieb eingestellt. Es hätte sogar doppelt so schlimm kommen können, wie das von »Gemeingut in BürgerInnenhand« (Gi getragene »Bündnis Klinikrettung« am Mittwoch im Rahmen einer Videokonferenz bilanzierte. Die vergleichsweise geringe Zahl an Schließungen begründe sich darin, dass 13 von Abwicklung bedrohte Häuser gerettet werden konnten.

Das allerdings sei »kein Grund zur Entwarnung«, stellte Verbandssprecher Rainer Neef klar. 2026 beginnt die von der Ampel initiierte und durch die amtierende Koalition »nachgebesserte« große »Krankenhausreform« zu wirken. Deren Ziel ist der »Abbau von Überkapazitäten«, sprich eine weitere Ausdünnung der Versorgungslandschaft durch Einführung sogenannter Leistungsgruppen. Die Folgen, vor allem der massenhafte Verlust kleinerer Allgemeinkrankenhäuser im ländlichen Raum, würden »erst in den nächsten Jahren voll durchschlagen«, bemerkte Neef. Dabei ist der Aderlass allein der vergangenen sechs Jahre schon gravierend. Seit 2020 haben bundesweit 101 Häuser mit knapp 12.500 Betten dichtgemacht, in den zurückliegenden vier Jahrzehnten brach im gesamtdeutschen Maßstab fast ein Viertel der Kapazitäten weg. Von einst 2.362 Kliniken sind heute kaum mehr 1.800 übrig...........«


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»Kliniken wurden mit dem KHNG zum Geschäfts- und Anlagemodell«, befand GiB-Geschäftsführerin Laura Valentukeviciute. »Der gegenwärtige Reformprozess stoppt den Niedergang in keiner Weise.« Tatsächlich liegen nach ihrer Darstellung für 2026 und 2027 bereits 25 Schließungsbeschlüsse vor. Allein damit könnten weitere 100.000 Personen das dann nächstgelegene Krankenhaus nicht mehr innerhalb einer halben Stunde Fahrzeit erreichen.

Ist unsere Gesundheitspolitik nur ein Abbruchunternehmen?
Weiter geht die große Privatisierungswelle auf dem Rücken der Bürger.

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