Der frühere Diplomat Wolfgang Ischinger nannte die Diskussion über die deutsche Teilnahme an einer »Friedenstruppe« in der Ukraine zu Recht eine »Geisterdebatte«. Er sei »bereit, einen Besen zu fressen«, wenn Russland der Stationierung von Soldaten aus Großbritannien, Deutschland oder Spanien zustimmen sollte. Der saloppen Formulierung bedurfte es nicht: Moskau hat wiederholt offiziell erklärt, dass es kein Militär aus NATO-Staaten in der Ukraine akzeptiert.
Was soll also die Inszenierung? Eine Antwort liegt in ihrer Vorgeschichte: Emmanuel Macron hat zum Beispiel mehrfach vorgeschlagen, Truppen in die Ukraine zu entsenden, und erhielt nicht nur aus Moskau Widerspruch, sondern noch im Februar 2024 auch von Olaf Scholz – öffentlich und mehrmals. Im Mai 2024 wiederholte sich das. Zuvor hatte der Präsident laut FAZ auf einem Empfang im Élysée beim Glas Whisky sinniert, »ob er nicht bald ›unsere Jungs nach Odessa‹ entsenden müsse«. Scholz also im Gegensatz zu Macron ein Putin-Versteher? Die Antwort lautet eher: Der Franzose mag es ebensowenig wie Scholz oder Merz, dass ein Krieg verloren wird, aber macht sich offenbar mehr als die beiden Deutschen Sorgen um die Folgen für die moralische Rüstung. Im britischen Economist erklärte er jedenfalls im Frühjahr 2024: »Was mich umbringt, in Frankreich wie in Europa, ist der Geist der Niederlage (…) Und deshalb sage ich den Europäern: Wacht auf!«
Das entspricht dem, was man so sieht. Die Willigen wollen, dass es weiter knallt und gestorben wird.
Mittlerweile sehen sie auch Trump als Feind an.
Und unsere Medien trällern das gleiche Lied.
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Deutsche Soldaten in die Ukraine?
Der frühere Diplomat Wolfgang Ischinger nannte die Diskussion über die deutsche Teilnahme an einer »Friedenstruppe« in der Ukraine zu Recht eine »Geisterdebatte«. Er sei »bereit, einen Besen zu fressen«, wenn Russland der Stationierung von Soldaten aus Großbritannien, Deutschland oder Spanien zustimmen sollte. Der saloppen Formulierung bedurfte es nicht: Moskau hat wiederholt offiziell erklärt, dass es kein Militär aus NATO-Staaten in der Ukraine akzeptiert.
Was soll also die Inszenierung? Eine Antwort liegt in ihrer Vorgeschichte: Emmanuel Macron hat zum Beispiel mehrfach vorgeschlagen, Truppen in die Ukraine zu entsenden, und erhielt nicht nur aus Moskau Widerspruch, sondern noch im Februar 2024 auch von Olaf Scholz – öffentlich und mehrmals. Im Mai 2024 wiederholte sich das. Zuvor hatte der Präsident laut FAZ auf einem Empfang im Élysée beim Glas Whisky sinniert, »ob er nicht bald ›unsere Jungs nach Odessa‹ entsenden müsse«. Scholz also im Gegensatz zu Macron ein Putin-Versteher? Die Antwort lautet eher: Der Franzose mag es ebensowenig wie Scholz oder Merz, dass ein Krieg verloren wird, aber macht sich offenbar mehr als die beiden Deutschen Sorgen um die Folgen für die moralische Rüstung. Im britischen Economist erklärte er jedenfalls im Frühjahr 2024: »Was mich umbringt, in Frankreich wie in Europa, ist der Geist der Niederlage (…) Und deshalb sage ich den Europäern: Wacht auf!«
Das entspricht dem, was man so sieht. Die Willigen wollen, dass es weiter knallt und gestorben wird.
Mittlerweile sehen sie auch Trump als Feind an.
Und unsere Medien trällern das gleiche Lied.
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