Diesmal gerät Belgien in die Schlagzeilen, weil man auch die Ukraine unterstützen will, aber ein ganz spezielles Problem hat .....
" ....Nun haben mehrere EU-Länder Hilfe zugesagt; Deutschland etwa liefert 14 Leopard-2-Panzer. Nachbarland Belgien wiederum schickt bislang keine Kampfpanzer in die Ukraine: Das Land hat seine Bestände schlicht verkauft. Beziehungsweise verramscht?
Panzer für die Ukraine: Belgien will Leoparden wiederhaben: „extrem teuer“
2015 tauschte Belgien seine Kampf- in Radpanzer um. Solche Fahrzeuge sind in der Regel nur für den militärischen Transport vorgesehen, für den Kriegseinsatz sind sie ungeeignet. Die Kampfpanzer gingen unter anderem an den Waffenhändler Freddy Versluys. Er kaufte der belgischen Armee dutzende Leopard-1-Panzer ab.
Solche Panzer könnten der Ukraine helfen. Die Regierung in Brüssel überlegt nun nach übereinstimmenden belgischen Medienberichten, die Fahrzeuge zurückzukaufen. Den Plänen im Weg steht die Preisfrage, „Die Vorschläge, die wir bisher erhalten haben, sind extrem teuer“, sagte die belgische Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder dem belgischen Rundfunk VRT. „Sie verlangen bis zu 500.000 Euro für einen Panzer, den wir für 15.000 Euro verkauft haben. Und sie sind immer noch im selben schlechten Zustand wie damals.“
Streit um Belgien-Panzer: „Was wollt ihr? Wollt ihr sie umsonst nehmen?“
Laut Experteneinschätzungen gegenüber VRT ist die Rechnung jedoch in Ordnung. Es handle sich schlicht um den aktuellen Marktpreis. Versluys argumentiert zudem mit Reparaturkosten, die er in die Panzer gesteckt habe. „Neue Spuren? 120.000 Euro. Lassen Sie den Motor überprüfen? 185.000 Euro. Neue Stoßdämpfer? 36.000 Euro. Feuerlöschrohrsystem? 500.000 Euro. Was wollt ihr, wollt ihr sie umsonst mitnehmen?“
Ein weiteres Problem: Die Panzer müssten zuvor wohl gecheckt werden. Eine gründliche Wartung könnte den Lieferzeitpunkt verzögern. Sie sei jedoch notwendig, meint Waffenhändler Versluys. „Ich würde niemandem raten, die Panzer einfach so in die Ukraine zu schicken“, sagte der Panzerbesitzer dem belgischen Rundfunk. „Wenn sie in den Krieg geschickt werden, müssen sie zuverlässig sein. Wir wollen nicht, dass sie sofort zusammenbrechen“. Gleichzeitig erschwerten bürokratische Hürden eine rasche Lieferung.
Ministerin Dedonder – seit 2020 im Amt – verteidigt derweil den Verkauf der Kampfpanzer. Die Regierung habe ihre Entscheidung aufgrund der damaligen geopolitischen Situation getroffen. „Die leichteren gepanzerten Fahrzeuge sind zum Beispiel in Afrika besser.“ „Die Regierung rechnete nicht damit, dass ein weiterer Krieg auf dem europäischen Kontinent ausbrechen würde“, sagte Dedonder. ....."
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Diesmal gerät Belgien in die Schlagzeilen, weil man auch die Ukraine unterstützen will, aber ein ganz spezielles Problem hat .....
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Panzer für die Ukraine: Belgien will Leoparden wiederhaben: „extrem teuer“
2015 tauschte Belgien seine Kampf- in Radpanzer um. Solche Fahrzeuge sind in der Regel nur für den militärischen Transport vorgesehen, für den Kriegseinsatz sind sie ungeeignet. Die Kampfpanzer gingen unter anderem an den Waffenhändler Freddy Versluys. Er kaufte der belgischen Armee dutzende Leopard-1-Panzer ab.
Solche Panzer könnten der Ukraine helfen. Die Regierung in Brüssel überlegt nun nach übereinstimmenden belgischen Medienberichten, die Fahrzeuge zurückzukaufen. Den Plänen im Weg steht die Preisfrage, „Die Vorschläge, die wir bisher erhalten haben, sind extrem teuer“, sagte die belgische Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder dem belgischen Rundfunk VRT. „Sie verlangen bis zu 500.000 Euro für einen Panzer, den wir für 15.000 Euro verkauft haben. Und sie sind immer noch im selben schlechten Zustand wie damals.“
Streit um Belgien-Panzer: „Was wollt ihr? Wollt ihr sie umsonst nehmen?“
Laut Experteneinschätzungen gegenüber VRT ist die Rechnung jedoch in Ordnung. Es handle sich schlicht um den aktuellen Marktpreis. Versluys argumentiert zudem mit Reparaturkosten, die er in die Panzer gesteckt habe. „Neue Spuren? 120.000 Euro. Lassen Sie den Motor überprüfen? 185.000 Euro. Neue Stoßdämpfer? 36.000 Euro. Feuerlöschrohrsystem? 500.000 Euro. Was wollt ihr, wollt ihr sie umsonst mitnehmen?“
Ein weiteres Problem: Die Panzer müssten zuvor wohl gecheckt werden. Eine gründliche Wartung könnte den Lieferzeitpunkt verzögern. Sie sei jedoch notwendig, meint Waffenhändler Versluys. „Ich würde niemandem raten, die Panzer einfach so in die Ukraine zu schicken“, sagte der Panzerbesitzer dem belgischen Rundfunk. „Wenn sie in den Krieg geschickt werden, müssen sie zuverlässig sein. Wir wollen nicht, dass sie sofort zusammenbrechen“. Gleichzeitig erschwerten bürokratische Hürden eine rasche Lieferung.
Ministerin Dedonder – seit 2020 im Amt – verteidigt derweil den Verkauf der Kampfpanzer. Die Regierung habe ihre Entscheidung aufgrund der damaligen geopolitischen Situation getroffen. „Die leichteren gepanzerten Fahrzeuge sind zum Beispiel in Afrika besser.“ „Die Regierung rechnete nicht damit, dass ein weiterer Krieg auf dem europäischen Kontinent ausbrechen würde“, sagte Dedonder. ....."
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