Es wäre ein Wunder, wenn die EU und die Ukraine den jüngsten Trump-Vorschlag für ein Ende des Ukraine-Kriegs so akzeptieren würden, wie er auf dem Papier steht. Denn es stimmt: Er kommt Russland weit entgegen, indem er anerkennt, was faktisch ohnehin feststeht: dass die Krim russisch ist. Soll Russland sie also behalten, lautet Trumps Vorschlag: Militärisch ist die Halbinsel für Russland ohnehin kaum noch etwas wert. Denn die Ukraine hat mit westlicher Hilfe gezeigt, dass sie die dortigen Stützpunkte der Schwarzmeerflotte angreifen kann und dazu bereit ist. Zwar schließt die EU territoriale Konzessionen an Russland bisher ebenso kategorisch aus wie die Ukraine – aber was steht dahinter? Wenn sie sich zu politischer Ehrlichkeit durchringen könnte, müsste sie zugeben, dass ihr erst recht die militärischen Mittel fehlen, die Übernahme von 2014 rückgängig zu machen. Gerade erst hat es die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas indirekt bestätigt, als sie der Trump-Regierung vorwarf, zu wenig für Kiew zu tun. Eben. Die EU mag zwar wollen, aber sie kann nicht.
Trumps Politik, oder nennen wir es einfach nur Handeln, entsetzt uns, entsetzt die gesamte EU. Denn wenn hier etwas zur Staatsräson erhoben wird, dann bleibt es dabei. Egal was da passiert. Also auf deutsch eine Weigerung Fakten zu erkennen und zu akzeptieren.
Drum schleimen unsere Politiker immer noch Trump nach obwohl der auf sie tritt. Denn sie können sich ein Leben ohne den gütigen Onkel in Washington nicht vorstellen.
Jetzt wäre die Zeit, die Schere aus dem Kopf zu entfernen, endlich wirklich selbstständig zu werden.
Aber man wird sehen müssen, ob der Ruf des ehemaligen Kiewer Botschafters in Berlin, Andrij Melnyk, nach 30 Prozent der schweren Waffen der Bundeswehr und 0,5 Prozent des deutschen Sozialprodukts als Dauersubvention für Kiew irgend welche Folgen haben wird. Sein Winken an Friedrich Merz mit dem Ehrentitel eines »Führers der freien Welt« steht gegen die Investorenregel: Nie in ein fallendes Messer zu greifen. In Verlierer investiert man nicht mehr. Trump hat das erkannt, die EU bisher nicht.
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Es wäre ein Wunder, wenn die EU und die Ukraine den jüngsten Trump-Vorschlag für ein Ende des Ukraine-Kriegs so akzeptieren würden, wie er auf dem Papier steht. Denn es stimmt: Er kommt Russland weit entgegen, indem er anerkennt, was faktisch ohnehin feststeht: dass die Krim russisch ist. Soll Russland sie also behalten, lautet Trumps Vorschlag: Militärisch ist die Halbinsel für Russland ohnehin kaum noch etwas wert. Denn die Ukraine hat mit westlicher Hilfe gezeigt, dass sie die dortigen Stützpunkte der Schwarzmeerflotte angreifen kann und dazu bereit ist. Zwar schließt die EU territoriale Konzessionen an Russland bisher ebenso kategorisch aus wie die Ukraine – aber was steht dahinter? Wenn sie sich zu politischer Ehrlichkeit durchringen könnte, müsste sie zugeben, dass ihr erst recht die militärischen Mittel fehlen, die Übernahme von 2014 rückgängig zu machen. Gerade erst hat es die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas indirekt bestätigt, als sie der Trump-Regierung vorwarf, zu wenig für Kiew zu tun. Eben. Die EU mag zwar wollen, aber sie kann nicht.
Trumps Politik, oder nennen wir es einfach nur Handeln, entsetzt uns, entsetzt die gesamte EU. Denn wenn hier etwas zur Staatsräson erhoben wird, dann bleibt es dabei. Egal was da passiert. Also auf deutsch eine Weigerung Fakten zu erkennen und zu akzeptieren.
Drum schleimen unsere Politiker immer noch Trump nach obwohl der auf sie tritt. Denn sie können sich ein Leben ohne den gütigen Onkel in Washington nicht vorstellen.
Jetzt wäre die Zeit, die Schere aus dem Kopf zu entfernen, endlich wirklich selbstständig zu werden.
Aber man wird sehen müssen, ob der Ruf des ehemaligen Kiewer Botschafters in Berlin, Andrij Melnyk, nach 30 Prozent der schweren Waffen der Bundeswehr und 0,5 Prozent des deutschen Sozialprodukts als Dauersubvention für Kiew irgend welche Folgen haben wird. Sein Winken an Friedrich Merz mit dem Ehrentitel eines »Führers der freien Welt« steht gegen die Investorenregel: Nie in ein fallendes Messer zu greifen. In Verlierer investiert man nicht mehr. Trump hat das erkannt, die EU bisher nicht.
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