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Über Gerhard Schröder

Von Feierabend-Mitglied Samstag 13.08.2022, 13:43

mag sich jeder ein eigenes Urteil bilden.
Sein Wirken nach Beendigung der politischen Laufbahn ist für manchem Anlass genug für Spott, Häme und Verachtung.

Geschadet hat G. Schröder unseren Lande nicht - im Gegenteil:

" Schadet Gerhard Schröder Deutschland wirklich? Das ist ja der Kernvorwurf, weshalb ihm Vorrechte genommen wurden, die aus seinem früheren Amt als Bundeskanzler erwachsen sind. Rufe nach einem totalen Boykott russischer Energielieferungen hat man aber länger nicht mehr gehört. Vielmehr sind alarmierte Klagen zu vernehmen, sobald das Volumen der Versorgung nicht dem entspricht, was man gerne hätte.
An ebendieser Versorgung hat „Gas-Gerd“ in Vergangenheit und Gegenwart einen mehr oder weniger großen Anteil. Das mag einem nicht gefallen. Aber der Eindruck, dass dies nur in seinem und nicht auch im nationalen Interesse sei, lässt sich kaum aufrechterhalten, wenn Tag für Tag um russisches Gas gefeilscht und gerungen und ausbleibende Lieferungen befürchtet und beklagt werden.
Ohnehin ist der Vorgang würdelos, Schröder Büro und Mitarbeiter vorzuenthalten. Normen nachträglich und rückwirkend zu ändern und erklärtermaßen zu tricksen, damit es so aussieht, als geschehe dies nicht aus Gesinnungsgründen, war armselig.
Die Vorgänge erinnern an den Umgang mit Christian Wulff. Dem früheren Bundespräsidenten wollten Moralapostel ebenfalls Amt und Versorgung und Privilegien streichen – Stichwort Bobbycar. Wulff bekam in jedem einzelnen Verfahren recht, das er nach seinem Rücktritt suchte. Die Vorwürfe der Eiferer waren falsch, ihr Vorgehen überzogen.
Es würde nicht wundern, ginge die Sache bei Schröder ebenso aus, weil sich ein Establishment abermals von blinder Empörung hat leiten lassen."
Burkhard Ewert
Kommentar in meiner Tageszeitung
noz vom 13. 08.
...dem ich uneingeschränkt zustimme!

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