Wirklich neu war die Nachricht nicht, die die US-Agentur Bloomberg zu Wochenbeginn über den Ticker schickte: dass die Türkei vorhabe, dem BRICS-Bündnis beizutreten. Außenminister Hakan Fidan hatte das schon im Juni mitgeteilt, als er sich auf dem Weg zu einem Treffen mit seinen BRICS-Amtskollegen im russischen Nischni Nowgorod befand. Ob es zutrifft, dass Ankara, wie Bloomberg behauptete, die Mitgliedschaft auch formal beantragt hat, ließ ein Regierungssprecher tags drauf offen; er bestätigte lediglich, es liege noch keine offizielle BRICS-Entscheidung in der Sache vor. Diese könnte aber schon in einigen Wochen fallen, wenn sich die Mitgliedstaaten vom 22. bis zum 24. Oktober in Kasan zu ihrem diesjährigen Gipfel treffen. Auch andere Staaten wollen beitreten, Malaysia etwa, Thailand und weitere mehr.
Von Ankara weiß man ja schon länger, dass es gerne überall erntet wo es was zu holen ist.
Dort scheint man an sich gut an Egon Bahr zu erinnern. Der sagte am 3.12.2013 im Gespräch mit 45 Gymnasiasten in der „Reichspräsident-Friederich-Ebert-Gedenkstätte“ in Heidelberg: "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken sie sich das, egal was man ihnen im Geschichtsunterricht erzählt." Und vom Westen erwartet man nicht mehr viel.
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Von Ankara weiß man ja schon länger, dass es gerne überall erntet wo es was zu holen ist.
Dort scheint man an sich gut an Egon Bahr zu erinnern. Der sagte am 3.12.2013 im Gespräch mit 45 Gymnasiasten in der „Reichspräsident-Friederich-Ebert-Gedenkstätte“ in Heidelberg: "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken sie sich das, egal was man ihnen im Geschichtsunterricht erzählt." Und vom Westen erwartet man nicht mehr viel.
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