Von Harvey11
Dienstag 19.08.2025, 11:56 – geändert Dienstag 19.08.2025, 12:15
Ukraines Präsident Selenskyj in USA – Ringen um Donbass
US-Präsident Donald Trump hat die Notwendigkeit einer Waffenruhe in der Ukraine erneut bestritten. „Wir können an einem Deal arbeiten, während sie kämpfen“, sagte er am Montag bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Selenskyj und die anderen Europäer hatten eine Waffenruhe zur Voraussetzung für Friedensgespräche mit Russland gemacht.
Trump hatte Selenskyj zuvor vor dem Weißen Haus in Empfang genommen. Die beiden Staatschefs schüttelten sich die Hand, Trump legte dabei seine Hand auf Selenskyjs Schulter und führte ihn ins Oval Office. Trump nannte es „eine Ehre“, Selenskyj zu empfangen. Selenskyj dankte Trump für seine Bemühungen, „das Töten zu beenden“.
Trump kündigte an, die USA würden sich im Rahmen eines Friedensabkommens an der Bereitstellung von Sicherheitsgarantien beteiligen. Zwar würden die Europäer „die erste Verteidigungslinie bilden, aber wir werden ihnen auch helfen“, sagte der US-Präsident. „Wir werden uns beteiligen.“
Trump kündigte zudem erneut ein Dreiertreffen mit Selenskyj und Putin an. „Ich denke, wenn heute alles gut läuft, werden wir ein trilaterales Treffen haben, und ich denke, dass es dann eine vernünftige Chance gibt, den Krieg zu beenden“, sagte Trump. Er kündigte an, den Kreml-Chef im Anschluss an die Beratungen im Weißen Haus anzurufen.
Trump will zunächst bilateral mit Selenskyj Möglichkeiten erörtern, den seit dreieinhalb Jahren andauernden Ukraine- Krieg zu beenden. Danach soll die Runde um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und weitere europäische Spitzenpolitiker erweitert werden. Neben Merz nehmen an dem Gipfel auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der britische Premier Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron, die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni und der finnische Präsident Alexander Stubb teil. Das Treffen war bis Redaktionsschluss noch nicht beendet.
Bei dem Treffen Trump/Putin am Freitag wurde bekannt, dass Trump offenbar die russischen Forderungen nach kompletter Kontrolle über der ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk unterstützt. Für die Ukraine hätte eine Räumung des Industriereviers Donbass schwerwiegende militärische, humanitäre und wirtschaftliche Folgen. Eine Preisgabe würde bedeuten, dass Russland kampflos Territorien bekommt, die es nicht erst seit 2022, sondern seit 2014 nicht erobern konnte. Zwar halten die ukrainischen Truppen im Verwaltungsgebiet Luhansk nur noch wenige Quadratkilometer. Doch im Gebiet Donezk sind immerhin 7600 von 26500 Quadratkilometern noch in ukrainischer Hand, also etwa ein Drittel.
Dort liegen Großstädte wie Slowjansk und Kramatorsk, die gut befestigt einen Verteidigungsgürtel bilden. Westlich von ihnen erstreckt sich offenes Steppenland, sodass Russland bei einem Wiederaufflammen der Kämpfe ungehindert Richtung Charkiw oder Dnipropetrowsk vorstoßen könnte.
Kramatorsk zählte vor dem Krieg 150000 Einwohner, Slowjansk 106000 Einwohner. Selbst wenn es mittlerweile weniger sind, würden im Gebiet Donezk absehbar mehrere Hunderttausend ukrainische Staatsbürger unter russische Besatzung geraten – oder flüchten. Die Ukraine steckt in dem russischen Angriffskrieg seit fast dreieinhalb Jahren auch deshalb nicht auf, weil sie Landsleute nicht unter einer Moskauer Gewaltherrschaft lassen will. dpa/afp
Gießener Allgemeine, 19.8.2025
Trump kündigte an, ….
Trump kündigte zudem erneut …..
Trump will zunächst ….
Für was braucht Trump dann die Europäer?
Aha: US-Präsident Donald Trump hat die Notwendigkeit einer Waffenruhe in der Ukraine erneut bestritten. „Wir können an einem Deal arbeiten, während sie kämpfen“, sagte er am Montag bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus.
Trump wird den Europäern sagen, dass sie den Krieg weiter führen können, er kassiert und hält sich ansonsten raus. So hat er es wohl auch Putin klar und deutlich gesagt.
»Bei dem Treffen Trump/Putin am Freitag wurde bekannt, dass Trump offenbar die russischen Forderungen nach kompletter Kontrolle über der ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk unterstützt. Für die Ukraine hätte eine Räumung des Industriereviers Donbass schwerwiegende militärische, humanitäre und wirtschaftliche Folgen. Eine Preisgabe würde bedeuten, dass Russland kampflos Territorien bekommt, die es nicht erst seit 2022, sondern seit 2014 nicht erobern konnte. Zwar halten die ukrainischen Truppen im Verwaltungsgebiet Luhansk nur noch wenige Quadratkilometer. Doch im Gebiet Donezk sind immerhin 7600 von 26500 Quadratkilometern noch in ukrainischer Hand, also etwa ein Drittel.«
Das wird Putin wohl so akzeptiert haben.
Gut, dass wir so einen tatkräftigen Beschützer wie Trump haben.
Einen Tritt in die Kniekehlen der immer noch existierenden Transatlantiker liefert heute dazu die Frankfurter Rundschau:
Harte Ansagen in Washington
Trump macht Kiew schon vor Treffen wenig Hoffnung
Kurz vor dem Treffen im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg hat US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj unter Druck gesetzt. Die Gespräche fanden nach Redaktionsschluss statt. Auf seiner Plattform Truth Social wandte sich Trump zuvor nicht etwa an Kremlchef Wladimir Putin als Angreifer, sondern schrieb: „Der ukrainische Präsident Selenskyj kann den Krieg mit Russland fast sofort beenden, wenn er will, oder er kann weiterkämpfen“. Es klang wie vor fast einem halben Jahr beim erhitzten Wortwechsel im Oval Office.
Im gleichen Atemzug erklärte der Republikaner auch den erhofften Nato-Beitritt der Ukraine und eine Rückgabe der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim für unrealistisch. „Manche Dinge ändern sich nie!!!“, schrieb er. Er fügte in Großbuchstaben hinzu: „KEIN NATO-BEITRITT DER UKRAINE.“ Auch Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte sind in den USA.
Zeitgleich nahm die Diskussion über die Beteiligung auch deutscher Soldaten bei der Absicherung einer möglichen Friedenslösung Fahrt auf. Berlin betonte, es müsse verhindert werden, dass es nur eine Atempause gebe, die nach Jahren aufgekündigt werde.
Außenminister Johann Wadephul äußerte sich im Podcast „Table.Today“ skeptisch zu einer Entsendung deutscher Einheiten in die Ukraine. Er verwies auf eine verstärkte Rolle der Bundeswehr in der Nato, darunter mit einer Kampfbrigade - rund 5000 Männer und Frauen - in Litauen. Ein Einsatz in der Ukraine würde Deutschland „voraussichtlich auch überfordern“.
Später machte er in Tokio deutlich, es sei zum jetzigen Zeitpunkt offen, ob man deutsche Truppen entsenden werde. „Das muss wirklich verhandelt werden.“
Ukraines Präsident Selenskyj in USA – Ringen um Donbass
US-Präsident Donald Trump hat die Notwendigkeit einer Waffenruhe in der Ukraine erneut bestritten. „Wir können an einem Deal arbeiten, während sie kämpfen“, sagte er am Montag bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Selenskyj und die anderen Europäer hatten eine Waffenruhe zur Voraussetzung für Friedensgespräche mit Russland gemacht.
Trump hatte Selenskyj zuvor vor dem Weißen Haus in Empfang genommen. Die beiden Staatschefs schüttelten sich die Hand, Trump legte dabei seine Hand auf Selenskyjs Schulter und führte ihn ins Oval Office. Trump nannte es „eine Ehre“, Selenskyj zu empfangen. Selenskyj dankte Trump für seine Bemühungen, „das Töten zu beenden“.
Trump kündigte an, die USA würden sich im Rahmen eines Friedensabkommens an der Bereitstellung von Sicherheitsgarantien beteiligen. Zwar würden die Europäer „die erste Verteidigungslinie bilden, aber wir werden ihnen auch helfen“, sagte der US-Präsident. „Wir werden uns beteiligen.“
Trump kündigte zudem erneut ein Dreiertreffen mit Selenskyj und Putin an. „Ich denke, wenn heute alles gut läuft, werden wir ein trilaterales Treffen haben, und ich denke, dass es dann eine vernünftige Chance gibt, den Krieg zu beenden“, sagte Trump. Er kündigte an, den Kreml-Chef im Anschluss an die Beratungen im Weißen Haus anzurufen.
Trump will zunächst bilateral mit Selenskyj Möglichkeiten erörtern, den seit dreieinhalb Jahren andauernden Ukraine- Krieg zu beenden. Danach soll die Runde um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und weitere europäische Spitzenpolitiker erweitert werden. Neben Merz nehmen an dem Gipfel auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der britische Premier Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron, die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni und der finnische Präsident Alexander Stubb teil. Das Treffen war bis Redaktionsschluss noch nicht beendet.
Bei dem Treffen Trump/Putin am Freitag wurde bekannt, dass Trump offenbar die russischen Forderungen nach kompletter Kontrolle über der ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk unterstützt. Für die Ukraine hätte eine Räumung des Industriereviers Donbass schwerwiegende militärische, humanitäre und wirtschaftliche Folgen. Eine Preisgabe würde bedeuten, dass Russland kampflos Territorien bekommt, die es nicht erst seit 2022, sondern seit 2014 nicht erobern konnte. Zwar halten die ukrainischen Truppen im Verwaltungsgebiet Luhansk nur noch wenige Quadratkilometer. Doch im Gebiet Donezk sind immerhin 7600 von 26500 Quadratkilometern noch in ukrainischer Hand, also etwa ein Drittel.
Dort liegen Großstädte wie Slowjansk und Kramatorsk, die gut befestigt einen Verteidigungsgürtel bilden. Westlich von ihnen erstreckt sich offenes Steppenland, sodass Russland bei einem Wiederaufflammen der Kämpfe ungehindert Richtung Charkiw oder Dnipropetrowsk vorstoßen könnte.
Kramatorsk zählte vor dem Krieg 150000 Einwohner, Slowjansk 106000 Einwohner. Selbst wenn es mittlerweile weniger sind, würden im Gebiet Donezk absehbar mehrere Hunderttausend ukrainische Staatsbürger unter russische Besatzung geraten – oder flüchten. Die Ukraine steckt in dem russischen Angriffskrieg seit fast dreieinhalb Jahren auch deshalb nicht auf, weil sie Landsleute nicht unter einer Moskauer Gewaltherrschaft lassen will. dpa/afp
Gießener Allgemeine, 19.8.2025
Trump kündigte an, ….
Trump kündigte zudem erneut …..
Trump will zunächst ….
Für was braucht Trump dann die Europäer?
Aha: US-Präsident Donald Trump hat die Notwendigkeit einer Waffenruhe in der Ukraine erneut bestritten. „Wir können an einem Deal arbeiten, während sie kämpfen“, sagte er am Montag bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus.
Trump wird den Europäern sagen, dass sie den Krieg weiter führen können, er kassiert und hält sich ansonsten raus. So hat er es wohl auch Putin klar und deutlich gesagt.
»Bei dem Treffen Trump/Putin am Freitag wurde bekannt, dass Trump offenbar die russischen Forderungen nach kompletter Kontrolle über der ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk unterstützt. Für die Ukraine hätte eine Räumung des Industriereviers Donbass schwerwiegende militärische, humanitäre und wirtschaftliche Folgen. Eine Preisgabe würde bedeuten, dass Russland kampflos Territorien bekommt, die es nicht erst seit 2022, sondern seit 2014 nicht erobern konnte. Zwar halten die ukrainischen Truppen im Verwaltungsgebiet Luhansk nur noch wenige Quadratkilometer. Doch im Gebiet Donezk sind immerhin 7600 von 26500 Quadratkilometern noch in ukrainischer Hand, also etwa ein Drittel.«
Das wird Putin wohl so akzeptiert haben.
Gut, dass wir so einen tatkräftigen Beschützer wie Trump haben.
Einen Tritt in die Kniekehlen der immer noch existierenden Transatlantiker liefert heute dazu die Frankfurter Rundschau:
Harte Ansagen in Washington
Trump macht Kiew schon vor Treffen wenig Hoffnung
Kurz vor dem Treffen im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg hat US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj unter Druck gesetzt. Die Gespräche fanden nach Redaktionsschluss statt. Auf seiner Plattform Truth Social wandte sich Trump zuvor nicht etwa an Kremlchef Wladimir Putin als Angreifer, sondern schrieb: „Der ukrainische Präsident Selenskyj kann den Krieg mit Russland fast sofort beenden, wenn er will, oder er kann weiterkämpfen“. Es klang wie vor fast einem halben Jahr beim erhitzten Wortwechsel im Oval Office.
Im gleichen Atemzug erklärte der Republikaner auch den erhofften Nato-Beitritt der Ukraine und eine Rückgabe der 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim für unrealistisch. „Manche Dinge ändern sich nie!!!“, schrieb er. Er fügte in Großbuchstaben hinzu: „KEIN NATO-BEITRITT DER UKRAINE.“ Auch Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte sind in den USA.
Zeitgleich nahm die Diskussion über die Beteiligung auch deutscher Soldaten bei der Absicherung einer möglichen Friedenslösung Fahrt auf. Berlin betonte, es müsse verhindert werden, dass es nur eine Atempause gebe, die nach Jahren aufgekündigt werde.
Außenminister Johann Wadephul äußerte sich im Podcast „Table.Today“ skeptisch zu einer Entsendung deutscher Einheiten in die Ukraine. Er verwies auf eine verstärkte Rolle der Bundeswehr in der Nato, darunter mit einer Kampfbrigade - rund 5000 Männer und Frauen - in Litauen. Ein Einsatz in der Ukraine würde Deutschland „voraussichtlich auch überfordern“.
Später machte er in Tokio deutlich, es sei zum jetzigen Zeitpunkt offen, ob man deutsche Truppen entsenden werde. „Das muss wirklich verhandelt werden.“