Die AfD dominiert die Social-Media-Plattform TikTok. Eine Studie der Universität Potsdam zeigt: Erstwähler bekommen dort im Durchschnitt täglich ein Video mit AfD-Inhalten angezeigt. Möglich macht das auch eine Vielzahl von Nutzerkonten, die für die AfD Inhalte posten. Eine Recherche des Netzwerks „Correctiv“ aber zeigt: Dutzende AfD-Konten gehören nicht der Partei, sondern geben sich nur als solche aus.
In einer Stichprobe analysierte “Correctiv“ 60 Fake-Profile. Nach einer Anfrage bei TikTok löschte das Netzwerk mehr als 50 davon. Ein Unternehmens-Sprecher erklärte gegenüber dem Recherchenetzwerk: „Wir haben die Konten entfernt, weil sie gegen unsere Community-Richtlinien verstoßen haben, und werden weiterhin strenge Regeln gegen Fake-Konten und betrügerisches Verhalten durchsetzen.“ Nach den TikTok-Richtlinien ist die „Vortäuschung einer anderen Identität“ untersagt.
Auffällig war, dass auch reale AfD-Profile den Fake-Konten folgten, etwa der offizielle Kanal des Brandenburgischen Landesverbands. Auf Anfrage reagierte die Partei dort nicht.
Woher die Fake-Profile kommen und wer sie erstellt hat, geht aus der Recherche nicht hervor. Klar ist nur, dass die AfD davon profitiert, dass ihre Inhalte von möglichst vielen Konten verbreitet werden. Denn TikTok braucht ständig neuen Inhalt. Wen eine Vielzahl von Fake-Accounts und Bots Videos einstellt, finden diese größere Verbreitung. Zudem reagieren viele Personen, aber auch automatisierte Profile, auf die AfD-Videos mit Likes oder Kommentaren. Auch dass erhöht die Reichweite.
Zudem gibt es auf TikTok auch die Funktion, soeben gesehene Videos auf dem eigenen Account zu posten. Veröffentlichen viele Accounts die Videos auf diese Weise, kann sehr schnell eine Vielzahl von Followern erreicht werden.
Eine andere Welle von Fake-Accounts. Die der AfD in sozialen Netzwerken hilft, hat gerade ein Rostocker Unternehmen recherchiert. Es seien rund 2.500 Accounts identifiziert worden, hinter denen sich wahrscheinlich sogenannte Bots verbergen, sagte der Gründer der Firma „Somtxt, Stefan Pforte, dem Norddeutschen Rundfunk. Hier handelt es sich Face-Accounts auf der Plattform X (früher Twitter), die durch Reposts eine größere Reichweite erzeugen. Im Gegensatz zu den TikTok-Fakeprofilen werden dort aber Inhalte aber nicht als eigene Kopie veröffentlicht.
Die Firma „Somtxt“ arbeitet eigenen Angaben nach für sicherheitsrelevante Auftraggeber, etwa die Bundeswehr. Die Studie zur AfD Brandenburg sei als Test für die firmeneigene künstliche Intelligenz gedacht gewesen. „Somtxt“ vermutet russische Trollfabriken hinter den Bots.
(Niklas Weiser und Jan Sternberg, FR 21.9.2024)
Wer steckt dahinter? Das wird wohl nie rauskommen. Nur etwas ist deutlich zu erkennen, wem es nutzt.
Die AfD dominiert die Social-Media-Plattform TikTok. Eine Studie der Universität Potsdam zeigt: Erstwähler bekommen dort im Durchschnitt täglich ein Video mit AfD-Inhalten angezeigt. Möglich macht das auch eine Vielzahl von Nutzerkonten, die für die AfD Inhalte posten. Eine Recherche des Netzwerks „Correctiv“ aber zeigt: Dutzende AfD-Konten gehören nicht der Partei, sondern geben sich nur als solche aus.
In einer Stichprobe analysierte “Correctiv“ 60 Fake-Profile. Nach einer Anfrage bei TikTok löschte das Netzwerk mehr als 50 davon. Ein Unternehmens-Sprecher erklärte gegenüber dem Recherchenetzwerk: „Wir haben die Konten entfernt, weil sie gegen unsere Community-Richtlinien verstoßen haben, und werden weiterhin strenge Regeln gegen Fake-Konten und betrügerisches Verhalten durchsetzen.“ Nach den TikTok-Richtlinien ist die „Vortäuschung einer anderen Identität“ untersagt.
Auffällig war, dass auch reale AfD-Profile den Fake-Konten folgten, etwa der offizielle Kanal des Brandenburgischen Landesverbands. Auf Anfrage reagierte die Partei dort nicht.
Woher die Fake-Profile kommen und wer sie erstellt hat, geht aus der Recherche nicht hervor. Klar ist nur, dass die AfD davon profitiert, dass ihre Inhalte von möglichst vielen Konten verbreitet werden. Denn TikTok braucht ständig neuen Inhalt. Wen eine Vielzahl von Fake-Accounts und Bots Videos einstellt, finden diese größere Verbreitung. Zudem reagieren viele Personen, aber auch automatisierte Profile, auf die AfD-Videos mit Likes oder Kommentaren. Auch dass erhöht die Reichweite.
Zudem gibt es auf TikTok auch die Funktion, soeben gesehene Videos auf dem eigenen Account zu posten. Veröffentlichen viele Accounts die Videos auf diese Weise, kann sehr schnell eine Vielzahl von Followern erreicht werden.
Eine andere Welle von Fake-Accounts. Die der AfD in sozialen Netzwerken hilft, hat gerade ein Rostocker Unternehmen recherchiert. Es seien rund 2.500 Accounts identifiziert worden, hinter denen sich wahrscheinlich sogenannte Bots verbergen, sagte der Gründer der Firma „Somtxt, Stefan Pforte, dem Norddeutschen Rundfunk. Hier handelt es sich Face-Accounts auf der Plattform X (früher Twitter), die durch Reposts eine größere Reichweite erzeugen. Im Gegensatz zu den TikTok-Fakeprofilen werden dort aber Inhalte aber nicht als eigene Kopie veröffentlicht.
Die Firma „Somtxt“ arbeitet eigenen Angaben nach für sicherheitsrelevante Auftraggeber, etwa die Bundeswehr. Die Studie zur AfD Brandenburg sei als Test für die firmeneigene künstliche Intelligenz gedacht gewesen. „Somtxt“ vermutet russische Trollfabriken hinter den Bots.
(Niklas Weiser und Jan Sternberg, FR 21.9.2024)
Wer steckt dahinter? Das wird wohl nie rauskommen. Nur etwas ist deutlich zu erkennen, wem es nutzt.